Insurance Monday: Digitalisierung & Versicherung

KI ersetzt keine Makler - aber ihre Arbeitsweise!

Insurance Monday / SureIn Episode 168

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Was passiert, wenn ein Startup-Investor die Versicherungsbranche auseinander nimmt – und daraus eine KI-Plattform für Makler baut?

In dieser Folge spricht Simon Moser mit Daniel Dierkes, Gründer von SureIn, über die vielleicht größte Transformation der Versicherungsbranche seit der Digitalisierung. Warum verbringen Makler heute noch bis zu 50% ihrer Zeit mit Verwaltung? Weshalb reichen klassische MVPs und CRM-Systeme künftig nicht mehr aus? Und warum könnte KI darüber entscheiden, wer in den nächsten Jahren gewinnt – oder verschwindet?

Daniel gibt exklusive Einblicke in:

  • die Entstehung von SureIn & der neuen KI-Plattform Modus
  • warum Maklerbetriebe heute massiv ineffizient arbeiten
  • wie KI komplette Workflows automatisieren kann
  • weshalb Spezialisierung trotz KI wichtiger wird als je zuvor
  • die Zukunft von Beratung, Service & Skalierung im Maklermarkt
  • warum KI nicht wie ein „Praktikant“, sondern wie ein digitaler COO gedacht werden sollte

Eine Folge über operative Überforderung, digitale Geschäftsmodelle, KI-Agenten, Wachstumsschmerzen – und die unbequeme Wahrheit darüber, wie sich Maklerarbeit in den nächsten Jahren radikal verändern wird.

Für alle Vermittler:innen, Makler:innen, InsurTechs und Entscheider:innen, die verstehen wollen, wohin sich die Branche wirklich bewegt.

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Simon Moser [00:00:00]:
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Insurance Monday Podcast. Eigentlich sollte das heute eine ganz besondere Folge werden, denn eigentlich war geplant, heute unsere zweite Live Podcast Aufnahme zu releasen. Allerdings hatten wir vor Ort beim wunderschönen Event von Shure in und Hypoport kleine technische Probleme, weshalb wir diese Folge jetzt nachaufnehmen müssen, was allerdings nicht schlimm ist, denn es ist zumindest in Teilen auch eine Live Aufnahme, denn Daniel Dierkes von Shurin und ich wohnen nur wenige Meter auseinander in Berlin, deswegen können wir das heute in Person machen. Genau, ich bin Simon Moser, Teil des Influence Monday Teams und freue mich sehr, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt mit mir heute, wie gerade schon erwähnt, Daniel Dierges, Mitgründer von Shurin. Was Shure in so macht, erfahren wir später noch. Jetzt erstmal kurz zu dir Daniel. Stell dich doch dem Publikum kurz vor und erzähle vor allem mal, wie du in unsere geliebte Versicherungsbranche gekommen bist.

Daniel Dierkes [00:01:05]:
Vielen Dank Simon. Freue mich, dass wir es nochmal aufnehmen. Ich würde sagen, der Druck ist hoch. Du hast gesagt, eigentlich besondere Folge, aber wir tun unser Bestes hier heute auch was Besonderes daraus zu machen. Schön, dass du da bist. Genau, ich bin Dani Birkes, Gründer und Geschäftsführer von Schein Digitaler Gewerbe und Industriemakler, ansässig in Berlin. Ich bin Quereinsteiger in der Branche, obwohl ich jetzt auch schon seit neun Jahren in der Branche tätig bin. Also schon ein bisschen was her und auf jeden Fall hängen geblieben.

Daniel Dierkes [00:01:43]:
Ich komme ursprünglich aus einem Startup Umfeld, also ich habe irgendwann mal BW VWL studiert, während des Studiums zwei Firmen gegründet und dann danach als Startup Investor ein paar Jahre gearbeitet, aber bei sehr, sehr jungen, frühphasigen Unternehmen. Das heißt, wir waren meistens der erste Investor und haben neben dem kleinen Kapital auch so ein bisschen inhaltlichen Support geboten und hatte das Glück da mit Firmen wie N oder auch Dentolo. Zu zusammenzuarbeiten und das hat mich so ein Stück weit näher an die Finanz und Versicherungsbranche gebracht. Bin dann danach zur Signal Iduna, auch da wieder nicht, ich sag mal in einer klassischen Versicherungstätigkeit, sondern Job war Aufbau neuer Geschäftsfelder. Also es ging darum, wie wir als Signal Iduna digitaler werden können, wir da auch Kunden digital ansprechen können und habe da auch schon sehr, sehr viel im Gewerbe gemacht, weil das für signalibuna auch ein wichtiger Geschäftszweig ist und genau auf Basis der Erfahrung dann mich dazu entschlossen, SHOI zu gründen. Genau, das vielleicht so zu meinem Werdegang.

Simon Moser [00:03:04]:
Sehr spannender Weg auf jeden Fall. Wir haben ja viele Quereinsteiger bei uns, auch bei uns im Insurance Monday Team. Aber immer gut, wenn gute Leute neu in diese Branche kommen oder gut, neun Jahre sind nicht mehr neu, aber irgendwann bist ja auch du neu in die Branche gekommen.

Daniel Dierkes [00:03:18]:
Man muss es irgendwie immer noch erwähnen, neun Jahre. Also wenn man sich das anschaut mit der durchschnittlichen Dauer, immer noch nicht so

Simon Moser [00:03:29]:
lang, wie oft ich auf Events bin und dann kommt jemand auf die Bühne und Ja, hallo, ich bin der Thomas seit 30 Jahren in der Branche und der Typ ist Halt irgendwie Ende 40, dann ist es schon immer wieder erstaunlich. Genau. Vielleicht mal gleich als persönliche Einstiegsfrage an Du hast jetzt schon einiges gesehen und bist ja in unserer Branche gelandet. Wenn du das nicht wärst, also wenn du nicht Shuen gegründet hättest, was würdest du dann stattdessen heute machen?

Daniel Dierkes [00:04:00]:
Es ist also ich glaube, ich würde jetzt einfach mal sagen, ich wäre wahrscheinlich schon Gründer auch in der Branche, vielleicht mit was anderem. Man weiß es nicht, obwohl wir total überzeugt sind von dem, was wir tun. Aber ich sage mal, seitdem ich in der Versicherungsbranche unterwegs bin, hat es mich total fasziniert. Ich glaube, die Chancen und die Herausforderungen, die es einfach in dem Umfeld gibt, finde ich total spannend und ich ich bin sehr, sehr gerne Teil von diesem Ökosystem, freue mich auch Leute wie dich along the way, wie man so schön sagt, kennenlernen zu dürfen. Deswegen bin ich da total happy. Ich hab privat so ein bisschen eine Passion auch für gutes Essen, für guten Wein, jetzt vielleicht nicht ganz so stark wie du, aber als als Passion Projekt, wenn das jetzt nicht die einzige Erlösquelle sein müsste, könnte ich mir durchaus auch vorstellen, ein eigenes Restaurant mal zu betreiben. Wir haben ja auch sehr, sehr viele Gastronomen als Kunden jetzt bei uns im Maklergeschäft. Das heißt, ich bin da ein bisschen näher dran, finde es total faszinierend, aber sehe halt auch, wie schwierig das sein kann.

Daniel Dierkes [00:05:13]:
Aber das wäre vielleicht so mein Passion Projekt.

Simon Moser [00:05:16]:
Ja, vielleicht als Hintergrund auf die Anspielung gerade Wir sind ja nicht die einzigen zwei Startup Gründer aus aus dem Infotech Umfeld in Berlin. Wir haben da eine ganze Crew und treffen uns in dieser auch ganz gerne mal zu der einen oder anderen Weinverköstigung sind immer hervorragende Abende und natürlich schön, wenn die Branche sich auch mal zu sowas Spaßigem trifft. Apropos Wein, das bringt mich zu meiner ersten Frage der schnellen Fünf. Die Kategorie kennst du wahrscheinlich als natürlich treuer Podcast Hörer von Insurance Monday. Ich stelle dir fünf Fragen, du antwortest aus dem Bauch heraus und wir starten mit der ersten Lieber Grillen im Mauerpark oder doch das Aperolchen in Mitte?

Daniel Dierkes [00:06:02]:
Schon Aperol in Mitte, weil das der Lieblingsdrink von meiner Verlobten bald Frau ist. Das heißt, das ist schon ein Ritual. Meistens Freitagabend nach der Arbeit treffen wir uns irgendwie beim Italiener auf dem Aperol eine Pasta. Also deswegen ganz klar Aperol in Hütte.

Simon Moser [00:06:25]:
So, jetzt habt ihr das Aperolchen getrunken und die Pasta gegessen und ihr wollt noch weiterziehen. Wo geht es dann hin? Eher ins Berghain oder dann doch die Berliner Eckkneipe?

Daniel Dierkes [00:06:34]:
Ja, schon. Also meistens verweilen wir dann eher noch in dem Restaurant, trinken dann noch ein Glas Wein oder oder ein Cocktail. Also ich bin nicht mehr so der Bar und Club Typ. Also das gab es auch mal in meinem Leben, aber ist in den letzten Jahren ein Stück weit verschwunden. Also wir verbleiben da meistens im Restaurant. Also weder noch.

Simon Moser [00:06:58]:
Alles klar. Dann schauen wir ein bisschen auf die Start up Welt. Wachstumskapital oder doch Bootstrap?

Daniel Dierkes [00:07:09]:
Ich glaube, das ist eine spannende Frage, die in unserer Branche auch so ein bisschen, finde ich zumindest kontrovers diskutiert wird oder teilweise auch sehr viel Schwarz Weiß Diskussion gibt. So nehme ich das zumindest wahr. Meine Antwort wäre eher, dass es klar auf die Strategie und die Ambition ankommt und auch auf das Gesch Geschäftsmodell. Also ich würde sagen, beides hat seine Daseinsberechtigung. Man sollte beides respektieren. Also wir haben auch Investoren bei uns mit an Bord. Ich habe aber allerhöchsten Respekt auch vor den Unternehmen und vor den Start ups, die sozusagen alles in Selbstfinanzierung aufziehen. Ich glaube, Wachstumskapital kann sinnvoll sein, um gewisse Meilensteine schneller zu erreichen oder auch für gewisse Geschäftsmodelle einfach notwendig sein, weil sie halt einen höheren Kapitalbedarf erfordern, um sie aufzuziehen.

Daniel Dierkes [00:08:09]:
Von daher glaube ich, hat beides eine Daseinsberechtigung. Ich würde mir wünschen, dass man weder das eine oder das andere noch so, ich sag mal so pauschal immer verurteilt, sondern vielleicht auch mal so ein bisschen dahinter schaut und sich wieso, weshalb, warum. Das ist meine Meinung dazu.

Simon Moser [00:08:27]:
Sehr gut. Letzten zwei Fragen diesmal die Antwort ein bisschen kürzer halten, bitte.

Daniel Dierkes [00:08:31]:
Okay, sorry, ich unterhalte mich.

Simon Moser [00:08:36]:
Merkt man gar nicht Versicherungsvertrieb in Person oder online?

Daniel Dierkes [00:08:43]:
Ich muss auf jeden Fall online sagen, weil ich meine, wir reden ja gleich noch ein bisschen über unseren Geschäftsansatz bei Scheuren, aber von den knapp 2000 Kunden, die wir betreuen, haben wir wirklich die wenigsten in Person getroffen. Und ich glaube, dass das Kunden mittlerweile auch verlangen. Hier geht es nicht darum, irgendwie Check like Abschlussprozesse zu schaffen, dass Kunden irgendwie keine Beratung mehr wünschen, aber eine digitale Beratung ist auch einfach viel effizienter und ändert jetzt nichts an der Qualität der Beratung bei meinem guten online gutes Videotool halt, sondern eher im Gegenteil. Ich glaube, es macht beide Seiten effizienter. Du kannst als Berater besser dokumentieren, du hast als Kunde mehr Zeit.

Simon Moser [00:09:32]:
Ich habe auch eine größere Auswahl an Experten. Also du hast jetzt nicht immer bei dir vor Ort den absoluten Experten für ein Gebiet sitzen. So kannst du deutschlandweit auf den zugreifen. Das ist schon vorteilhaft. So, letzte Frage. Ich glaube, die Frage kann ich mir selber beantworten.

Daniel Dierkes [00:09:45]:
Zu langsam in meinen Antworten oder geht's?

Simon Moser [00:09:47]:
Das geht gerade so. Mal schauen, ob wir das heute in 45 Minuten hinbekommen. Gespannt, sonst wird es vielleicht die längste Folge aller Zeiten, aber hätte ja auch was für sich. Letzte Office oder Remote Office.

Daniel Dierkes [00:10:05]:
Aber genau, ich habe kein gutes Homeoffice Setup zu Hause, deswegen arbeite ich gerne aus dem Büro. Das ist das eine. Und das andere ist auch wenn wir einen Großteil unserer Kunden per Video beraten, bin ich schon sehr, sehr gerne mit Menschen zusammen und ich ziehe super viel persönlich einfach auch Energie aus dem Austausch mit Kollegen. Deswegen bin ich ganz großer Office Fan.

Simon Moser [00:10:27]:
Schön, was dich gut trifft, weil dein Büro ist ja um die Ecke meiner Wohnung. Weshalb ich mich, wenn ich mich selber nicht entscheiden kann, ob Büro oder Homeoffice, ich ab und zu mal hier lande, hat ja auch was für sich. So, kommen wir mal ein bisschen zu Schurin oder Vergangenheit. Wie ist denn die Idee zu Shure in überhaupt entstanden.

Daniel Dierkes [00:10:50]:
Genau. Ich habe es ja so ein bisschen meinem Werdegang schon erklärt. Ich glaube, die konkreten Gedanken zu Schurin sind wirklich in meiner Zeit bei der Signal Iduna gereift, wo wir halt auch sehr viel uns überlegt Was können wir für Gewerbekunden besser machen? Und so ist letzten Endes dann halt auch die Idee für Schulen gereift. Ich glaube so der die grundsätzliche Hypothese ist, was ich gerade auch schon so ein Stück weit angeteasert habe, ist, dass wir schon wahrnehmen, dass auch im BB Bereich immer mehr Kunden eine digitale Service Erfahrung haben wollen. Und aus unserer Sicht geht das halt über, ich sag mal jetzt eine reine Digitalberatung hinaus, sondern was sind sozusagen andere Support Mechanismen, Tools, Konzepte, die du den Kunden digital liefern kannst, um sie bestmöglich digital zu servicieren. Das war so ein bisschen die Grundhypothese, mit der wir gestartet sind und warum wir Schulen gegründet haben.

Simon Moser [00:11:49]:
Ja, und das war dann auch der Grund, warum ich entschieden habe, selbst Makler zu werden.

Daniel Dierkes [00:11:55]:
Genau. Da kommt dann im Zweifel noch dazu, also jetzt gründest du einen eigenen Carrier, gründest du einen Nasse Kurateur, gründest du einen Makler aber schon. Und das sieht man ja auch, dass also aus meiner Sicht ganz klar Makler das Konzept ist oder das Angebot ist, was viele BB Kunden wollen. Du hast halt einfach viel mehr Zugang zu den bestmöglichen Konzepten. Gewerberisiken sind super vielschichtig, sehr dynamisch. Das heißt, du brauchst auch ein entsprechendes Produktportfolio in der Hinterhand, um Kunden überhaupt vernünftig servicieren zu können. Und ich glaube, da führt, und das sieht man ja auch bei diversen Carriern oder Assekurateuren, die auch immer mal wieder darüber nachdenken, eigene Makler noch zu gründen. Ich glaube, da kommt man auf kurz oder lang nicht drumherum, wenn man seine BB Kunden vernünftig servicieren will, das im Maklermodell zu machen.

Simon Moser [00:12:53]:
Ja, absolut.

Daniel Dierkes [00:12:55]:
Sehe ich ganz genauso.

Simon Moser [00:12:57]:
Ihr seid ja noch gar nicht so lange am Markt, hab damals, glaube ich, eine recht ordentliche erste Finanzierungsrunde hingelegt mit sehr namhaften Investoren. Wie haben sich denn jetzt die ersten Jahre seitdem bei euch so entwickelt?

Daniel Dierkes [00:13:11]:
Ich glaube, wir haben sehr viel gelernt und ich glaube auch, dass wir einige Erfolge feiern konnten und auch einiges geleistet haben. Also ich glaube, so die Ursprungshypothese von der ich gerade gesprochen habe, dass immer mehr Kunden digital beraten und aber auch serviciert werden wollen, die sehen wir schon. Also wir kriegen sehr viel Zuspruch am Markt und sind soweit ganz zufrieden.

Simon Moser [00:13:46]:
Wie kam es denn zu dem Zuspruch am Markt? Also Zuspruch am Markt heißt für mich übersetzt Wachstum oder viele neue Kunden. Wie habt ihr es geschafft, diese zu erreichen? Weil ich meine, Customer Acquisition Costs sind in unserer Branche, glaube ich, überall ein Thema, egal ob man jetzt auf Privatkunden oder Gewerbekunden zielt, bei Gewerbekunden vermutlich noch mal höher. Wie habt ihr es geschafft, die zu erreichen und gerade in diesem Segment so stark zu wachsen?

Daniel Dierkes [00:14:13]:
Genau, also man redet ja auch immer viel über Zielgruppen und Konzepte in unserer Branche. Ich glaube, so ein bisschen breiter gefasst war für uns immer klar, dass wir die digitale Zielgruppe ansprechen wollen bzw. Den BB Kunden, der digital beraten und serviciert werden will. Und wir haben uns dann überlegt, wie muss ein Angebot aussehen, was so einen Kunden anspricht. Das heißt, wir haben bewusst in die Entwicklung von eigenen Tarifrechnern investiert, von eigenen Abschlüssen, Abschlussstrecken, aber auch von einer eigenen Kunden App und darüber hinaus halt auch in Vertriebspartnerschaften, um nicht nur sozusagen das entsprechende Produkt zu schaffen, wovon wir meinen, dass das die Kunden wollen, sondern du hast gerade Customer Acquisition Cost auch angesprochen, versucht die richtigen Partnerschaften zu schließen, um die Kunden digital direkt in den Funnel zu holen und dann auch zu gewinnen. Ich glaube, das war so ein bisschen

Simon Moser [00:15:16]:
die, oder ist die Strategie klingt jetzt so, als ob ihr, sag ich mal, die Wachstumsschmerzen, die die meisten Startups am Anfang haben und wahrscheinlich auch viele Makler, die neu starten, erstmal haben, ganz gut gemeistert habt. Wann habt ihr bemerkt, dass vielleicht euer zentrales Problem gar nicht Vertrieb ist, sondern eher die Operations dahinter?

Daniel Dierkes [00:15:43]:
Ich glaube, das hat im letzten Jahr angefangen, dass wir uns da mehr mit beschäftigt haben. Also ich glaube, so Teil von unserem Gesamtkonzept ist halt auch, dass wir ein sehr, sehr hohes Service Level haben. Also wir wollen Kunden eigentlich innerhalb von 24 Stunden eine Lösung präsentieren und wer sich ein bisschen in unserer Branche auskennt, weiß, dass das teilweise anspruchsvoll sein kann, Als wir eine gewisse Kundenschwelle erreicht haben. Haben wir halt einfach gemerkt, dass es immer schwerer wird, dieses Service Level zu halten. Muss man auch ganz offen gestehen. Wir haben Produkt oder technologieseitig sehr, sehr viel immer in die Vertriebsunterstützung investiert. Ich hatte gerade Tarifrechner etc. Angesprochen, aber wenn man zurückblickend drauf schaut, vielleicht auch ein Stück weit unterschätzt, wie aufwendig die Betreuung der Kunden sein kann, gerade im BB Bereich, wo du sehr viel Dynamik drin hast, auch in den Risiken.

Daniel Dierkes [00:16:47]:
Also ist natürlich was ganz anderes als im Privatkundenkontext. Genau, aber ich glaube, das war so, du hast ja nach dem Moment gefragt, das war so im Herbst letzten Jahres, wo wir gesagt haben, okay, wenn wir so weiter operieren, wird das nicht skalieren, Dann werden wir für jede x neue Kunden weitere Mitarbeiter einstellen müssen. Und es ist ja nicht nur, dass du weitere Mitarbeiter einstellst, sondern du baust dir natürlich auch noch mehr Komplexität auf. Genau, das war so der Zeitpunkt.

Simon Moser [00:17:18]:
Wenn du das jetzt mal quantifizieren müsstest und ich meine, ihr seid ja schon digital aufgestellt, heiß, bei euch sind vielleicht die Prozesse eh schon ein bisschen schlanker oder besser als am Markt, aber wenn du es mal bei dir selber quantifizieren müsstest, wie viel Prozent der Arbeit von euch intern besteht eher so aus administrativen, Operations bezogenen Aufgaben?

Daniel Dierkes [00:17:42]:
Das ist echt eine spannende Frage. Ich stelle die Frage auch gerade sehr, sehr vielen Maklern, weil mich die Selbstwahrnehmung auch interessiert und ich glaube, das Beste, also den niedrigsten Prozentsatz, den, den ich bisher gehört habe, waren irgendwie so ein Drittel bis zu, ich glaube 80 Prozent der Arbeit. Kommt natürlich immer auch darauf an, wie man jetzt administrative Arbeit definiert. Wie würde ich das bei uns einschätzen? Ich glaube schon auch, dass wir werden gerade immer besser, aber ich würde schon sagen, also gerade Bestandsarbeit frisst sehr, sehr viel Zeit und dass wir da schon so bei roundabout 50 Prozent sicherlich noch liegen. Also es ist maßgeblich.

Simon Moser [00:18:33]:
Jetzt seid ihr kurz davor, ein neues Softwareprodukt für Makler zu launchen, Darüber sprechen wir gleich noch ein bisschen. Wann wurde ich so ein bisschen klar, dass das, was ihr da für euch selber erstmal entwickelt habt und auch intern schon selber erfolgreich einsetzt, dass das auch was ist, was für den Markt relevant sein könnte.

Daniel Dierkes [00:18:57]:
Wir haben uns natürlich auch viel mit anderen Maklern ausgetauscht und haben dabei so ein bisschen gemerkt, wie universell dieses Problem eigentlich doch in unserer Branche ist. Und wir haben uns ja immer schon so ein Stück weit als Symbiose aus Makler und Tech Unternehmen verstanden. Also 70 Prozent unserer Firma arbeiten in der Produktentwicklung, sind in der Überzahl gegenüber den Innendienstlern und den Vertrieblern. Das heißt so ein bisschen mit dem Hintergrund unserer Entstehungsgeschichte eigener Makler sozusagen Schmerzen selbst erfahren, aber dann auch mit dem Marktfeedback, dass das sozusagen ein Thema ist, was die ganze Branche betrifft. Ich sag mal, die Kombination aus diesen beiden Aspekten hat dann letzten Endes dazu geführt, dass wir das auch an den Markt bringen wollen. Und wir haben dafür, weiß ich gar nicht, ob ich dir das schon erzählt habe, wir haben dafür eine neue Marke gelauncht, die wir jetzt auch demnächst veröffentlichen. Je nachdem, wann der Podcast rauskommt, ist das vielleicht schon live oder nicht, Aber genau, wir nennen das Softwareprodukt Modus, weil wir damit die Art und Weise, wie Makler arbeiten, also wir wollen einen neuen Modus schaffen, wie Makler arbeiten. Deswegen haben wir uns für den Namen entschieden.

Simon Moser [00:20:28]:
Schon fast poetisch hier dann sehr bald Happy Launch Day. Wir sind alle sehr gespannt. Jetzt baut ihr ja vermutlich nicht das nächste MVP. Ich glaube, davon gibt es genug am Markt. Manche können ein bisschen mehr, manche ein bisschen weniger. Ob in Zeiten von KI das klassische MVP bald noch eine Daseinsberechtigung haben wird, wird man sowieso sehen. Was unterscheidet eure Lösung denn jetzt von einem klassischen MVP, wie wir es am Markt kennen?

Daniel Dierkes [00:20:58]:
Also hast du richtig eingeschätzt, wir wollen kein MVP ersetzen, wir wollen auch kein anderes Legacy Tool ersetzen, sondern wir sehen uns eher als, also wenn du es hochtrabend formulierst, als operative Arbeitsgrundlage, wenn du es irgendwie funktional beschreiben willst, eher als Kleber zwischen das System. Und wir wollen ganz bewusst unabhängig von Legacy Software agieren, weil du glaube ich, ansonsten auch keine Chance hast. Unsere Marktperspektive ist, dass vordergründig sehr, sehr viel Ineffizienz einfach dadurch entsteht, dass du viele Informationen in unterschiedlichen Tools und Kanälen hast Und die sind da teilweise auch unstrukturiert hinterlegt. Also du hast irgendwie ein bisschen Doku in deinem MVP, du hast vielleicht noch ein CRM, der Kunde schreibt über WhatsApp, der Versicherer antwortet dir über E Mail und die Dokumente kommen über die BIPRO API rein. Das sind so die Dokumente, das sind die Orte, wo sich der Makler seine Informationen zusammensuchen muss, um sich Kontext zu bilden. Wir versuchen im ersten Schritt das zu zentralisieren. Das heißt, wir bündeln alle Inbound Kommunikation eines Maklers zentral in einem in einer Oberfläche und wir schaffen damit gleichzeitig natürlich auch eine super Grundlage für KI, weil wir super viel Kontext einbeziehen können, weil wir wissen, was der Kunde auf WhatsApp geschrieben hat und wir wissen, wie der Versicherer per E Mail darauf geantwortet hat und wir wissen auch, was im Zweifel im MVP zum Kunden hinterlegt ist, ob der schon einen entsprechenden Vertrag hat, ob sozusagen, ob ein Thema in einem Vertrag mitversichert ist oder nicht. Das lässt sich halt sehr, sehr gut durch den Kontext abbilden, wenn du es

Simon Moser [00:22:55]:
einmal in zwei bis drei Sätzen zusammenfassen würdest. Was genau macht Modus?

Daniel Dierkes [00:23:01]:
Also wir wollen der Arbeitsplatz für Versicherungsmakler sein, der sich in die bestehenden Systeme des Maklers integriert, die Daten des Maklers strukturiert und auf dessen Basis setzen wir künstliche Intelligenz ein, um die Verwaltungsarbeit zu automatisieren. Das fängt mit Vorgangs und Aufgabenautomatisierung und Automatisierung von Antworten an und endet hoffentlich bei komplexen Workflows, die wir über das System automatisiert abbilden können.

Simon Moser [00:23:36]:
Sehr gut. Ich meine komplex Workflows ist auf jeden Fall das, was was dann so die Kür ist. Ich meine, damit wird man werdet wahrscheinlich auch ihr jetzt nicht in der allerersten Version starten. Man versucht ja immer so die 80 prozent relativ schnell abzudecken, die meistens eher kleine Workflows sind, die aber trotzdem sehr, sehr oft und fast täglich anfallen. Was kann denn eure Software heute schon von Anfang an übernehmen?

Daniel Dierkes [00:24:03]:
Also auch wenn ich Gefahr laufe, dass ich mich wiederhole, aber die eingehenden Nachrichten aus E Mail, WhatsApp Dokumenten und MVP werden automatisch analysiert und klassifiziert. Wir klassifizieren nach GVO, haben fast 100 Prozent Genauigkeit, also wir wissen genau, was das ist, was da reinkommt. Im nächsten Schritt setzen wir das in Kontext. Also wir schauen, was für Informationen stehen zu dieser Anfrage noch zur Verfügung auf Basis der Integration, die wir vorliegen haben und dann erstellt das System automatisch daraus nächste Arbeitsschritte, Also schlägt sie dem Makler vor. Vorgang wird erstellt, entsprechende Aufgaben werden erstellt und der Makler hat die Möglichkeit, direkt auch automatische Antworten zu generieren für E-Mails für WhatsApp und auch hier wieder der ganze Kontext ist in Bezug gesetzt. Das heißt, zieht sich eine Dokumentennummer aus dem Dokument, zieht sich Ein Kontext außer WhatsApp, zieht sich außer E Mail. Aber das ist das, was das System heute schon kann.

Simon Moser [00:25:12]:
Sehr cool. Wie meistens bei uns. Am Ende der Folgen wagen wir nochmal einen kleinen Blick in die Zukunft. Da bin ich sehr gespannt auf deine Perspektive. Du bist ja doch sehr nahe an den neuesten Technologien und was da gerade im Markt sich so tut dran. Was glaubst du, wie wird sich der Beruf des Maklers in den nächsten Jahren entwickeln?

Daniel Dierkes [00:25:37]:
Ja, also ich glaube, wir haben uns ja jetzt auch dazu entschieden, Modus rauszubringen, weil wir glauben, dass wir vor großen Veränderungen in der Branche stehen. Also ich glaube, dass man mit KI natürlich ganz andere Möglichkeiten hat, sein Geschäftsmodell zu skalieren als Makler. Das heißt, das ist auf jeden Fall eine große Chance und da wird, wie bei vielen, ich sag mal, fundamentalen Trends oder Veränderungen, wird es halt auch da Gewinner und Verlierer geben. Das steht außer Frage. Das gepaart mit dem, was sowieso schon alles bei uns in der Branche los ist, Konsolidierung etc. Glaube ich, ist das ein Riesenthema, weil du ja angesprochen hast, was das für den Beruf des Maklers bedeutet. Also ich glaube, zum einen kommen Makler nicht darum, sich mit KI zu beschäftigen, die meisten zumindest. Du hast bestimmt den einen oder anderen, der so stark in seiner Mini Nische mit seinem Sonderkonzept ist, dass ihn das für die nächsten fünf Jahre bis zur Rente nicht tangiert.

Daniel Dierkes [00:26:50]:
Aber ich glaube, die meisten Marktplätze, die auch so ein bisschen langfristiger denken, müssen sich damit beschäftigen und auch schauen, wie sie KI bestmöglich für ihren Betrieb einsetzen, weil das, wie gesagt, auch große Chancen bietet, das Geschäftsmodell ganz anders zu skalieren. Und ich glaube, darüber hinaus haben wir so ein bisschen back to the roots. Also ich glaube schon, dass es auch viel stärker auf die Kernkompetenz ankommt. Also Risikoanalyse, Beratung muss man ja einfach nur mal durchdenken. Ich glaube, ich weiß nicht, wie du dazu stehst, aber wenn wir jetzt irgendwie mal kurzfristig in die Zukunft gucken, in den nächsten Jahren, wird es soweit sein, dass ein Großteil der operativen Arbeit, die in so einem Makler anstehen, dass die von dem KI System übernommen werden können, sage ich jetzt einfach mal. Wenn das passiert, wird es noch viel wichtiger werden für die Differenzierung eines Maklers, sich da entsprechend zu positionieren, sich in seinem Segment, in seiner Branche auszukennen, zu schauen, wie er seine Beratung weiterentwickeln kann, um sich da zu differenzieren. Also ich glaube, das wird ganz wichtig.

Simon Moser [00:28:03]:
Wenn ich das mal so ein bisschen übersetz, klingt das ja sehr stark danach, dass du glaubst, die Makler, die sich spezialisieren, die werden gewinnen. Das ist ja eine Hypothese, die man gerade ganz, ganz viel hört. Man könnte ja jetzt auch gegenargumentieren, dass man naja, mit KI wird Wissen und Spezialisierung eigentlich zweitrangig, weil die KI das Wissen ja hat, was eigentlich zum ersten Mal in der breiten Maße der Maklerschaft oder der Vermittlerschaft eine ganzheitliche Beratung möglich macht, auch im Gewerbeumfeld. Es gibt, glaube ich, gute Argumente für beide Seiten. Auf welcher Seite stehst du davon?

Daniel Dierkes [00:28:47]:
Ich glaube auch eher an die Differenzierung und jetzt gar nicht an, ich sag mal, Differenzierung per se, sondern eher um wertstiftend zu sein, um noch einen Mehrwert zu liefern. Auch für den Kunden wird das Beratungsthema immer wichtiger. Ich glaube, du kannst halt, also machen wir uns nichts vor, Versicherungen sind komplex. Desto spezialisierter du bist, desto tiefer kannst du im Zweifel auch in der Beratung gehen und desto besser kannst du deinen Kunden durch die Beratung auch einen Mehrwert schaffen. Und deswegen wird Spezialisierung aus meiner Sicht auch eine Antwort darauf sein, wie man sich zukünftig am Markt differenziert, weil vielleicht andere Sachen ein Stück weit in den Hintergrund rücken, wie Servicelevel, wie schnell kann ich dem Kunden antworten? Wenn sowas sozusagen durch KI befeuert wird, dann ist geht das vielleicht so ein bisschen raus aus dem Radar, aber dann wird es noch viel stärker um die Qualität in der eigentlichen Beratung gehen und Beratung wird ja auch viel komplexer. Und ich finde, wie du auch gesagt hast, unterschiedliche Seiten und Perspektiven. Ich nehme schon auch wahr am Markt, dass es immer mehr Partnerschaften zwischen Unternehmen gibt, auch zwischen Maklern, wo sich Mandate geteilt werden und wo sich Makler auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Ich finde das einen guten Weg und wäre eher in dem Lager zu verordnen.

Simon Moser [00:30:27]:
Sehr gut. Inhaltliche Abschlussfrage für Wie sieht denn deine Vision für Schuhe in bzw. Modus, was dazu kommt in den nächsten Jahren aus? Wo geht es hin?

Daniel Dierkes [00:30:41]:
Genau, also wir wollen natürlich Modus weiterentwickeln und wir wollen, dass unser Maklerunternehmen natürlich davon auch profitiert. Also wir bauen die Software auch immer für uns selbst. Wir sind unser erster Kunde. Bevor irgendein neues Feature released wird. An unsere anderen Maklerkunden muss es zuerst durch den Check intern gehen und die Unternehmen sind auch inhaltlich komplett voneinander getrennt. Also wir haben ein Maklerteam und wir haben ein Softwareteam. Genau. Und was die Vision vom Modus ist, wir wollen die zentrale Plattform werden für Makler, die sich halt in die bestehenden Systeme integriert, die Daten der Makler strukturiert und auf der Basis dann künstliche Intelligenz einführen.

Daniel Dierkes [00:31:30]:
Wie wir das vorhin auch schon besprochen haben, wollen wir halt auch in diese komplexen Workflows rein. Da sind wir gerade dran, um dann perspektivisch auch maßgeblichen Anteil der operativen Arbeit, die in Maklerunternehmen ansteht, wirklich auch zu automatisieren. Das ist der Anspruch Und am Ende geht es darum und das ist glaube ich auch die große Chance, Wir wollen Maklern halt dabei helfen, ihren Betrieb effizient zu skalieren. Das heißt, wir reden immer viel über Zeitersparnis, weniger administrative Arbeit, aber wenn man das mal durchdenkt, bedeutet das natürlich auch, dass du deutlich mehr Umsatz pro Mitarbeiter machen kannst. Und das ist so ein bisschen unser Nordstern und woran wir uns messen lassen wollen. Wir wollen mit unserem System dafür sorgen, dass Makler deutlich mehr Umsatz pro Mitarbeiter schaffen, als sie es jetzt tun.

Simon Moser [00:32:25]:
Ja, das wird dem einen oder anderen Hörer hier mit Sicherheit gefallen. Umsatz klingt immer gut, mehr Umsatz klingt immer super. Wenn es dann noch weniger Kosten sind, dann hat man eine Nische. Kommen wir zu meiner Lieblingskategorie am Ende, den famous last words. Was möchtest du der Hörerschaft hier noch mitgeben? Es darf gerne etwas Stromberges werden. Hau einen raus.

Daniel Dierkes [00:32:55]:
Ja, also ich glaube auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, vielleicht die Hörer ein bisschen zu langweilen, man weiß es nicht. Stromberg Ges. Ich möchte einfach dafür werben, KI Tools, Systeme, Möglichkeiten nicht wie einen Praktikanten zu nutzen.

Simon Moser [00:33:29]:
Ich würde sagen, wir machen mal kurz Stopp und Dominik, bitte nach meiner Frage einfach nochmal neu ansetzen. Da waren eh so sechs ÄS hintereinander, die sind dann auch weg. So Ich habe die Frage gestellt und es gibt, geht weiter.

Daniel Dierkes [00:34:00]:
Also ich glaube zunächst einmal sollten wir uns eingestehen, dass ein signifikanter Teil unserer Arbeit, dass es den so in ein paar Jahren nicht mehr geben wird in Maklerunternehmen. Ich glaube, das Potenzial ist bewiesen. Alle von uns Spielen bereits mit KI-Tools rum und sehen. Sozusagen an der Oberfläche auch, was für ein Hebel das haben kann und auch wird. Das heißt, die Frage ist nicht, ob sich unsere Arbeit verändert, sondern eher, wie wir damit umgehen. Ich glaube, heute nutzen viele von uns KI noch so wie, ich sag mal, klassische Software. Wir versuchen irgendwie einzelne Teilprozesse besser zu machen. Wir haben irgendwie, posten hoffentlich keine Kundendaten in ChatGPT, wir nutzen vielleicht eine KI Telefonie etc.

Daniel Dierkes [00:34:55]:
Aber ich glaube, der eigentliche Shift, das eigentliche Potenzial ist halt, wenn KI, also durch KI nicht nur einzelne Schritte effizienter gemacht werden, sondern wenn sie ganze Arbeitsabläufe übernimmt. Und deswegen kann ich nur dafür werben, sich als Makler, Vermittler, Unternehmensinhaber auch über das Gesamtsystem Gedanken zu machen. Also das eine ist ja, wo setze ich welche KI Nischentools ein, um Teilprozesse besser zu machen, Aber was ist mein, was ist mein K System, was ist meine Strategie, wo ist mein Kontrollzentrum, wie laufen die Systeme zusammen, wie schaffe ich eine saubere Datengrundlage, Prozesse, die ineinandergreifen etc. Weil da liegt der eigentliche Hebel drin. Wenn man das schafft und miteinander verbindet, dann hat man nochmal ganz, ganz andere Möglichkeiten und Potenziale auch aus KI Lösungen. Und dafür würde ich wer in Strombergs Worten wäre das wahrscheinlich so was Wir sollten KI nicht wie die Einstellung von einem Praktikanten betrachten, der uns irgendwie nervige Arbeit abnimmt, auf die man selbst keine Lust hat. Das gebe ich mal dem Praktikanten, sondern man sollte es wahrscheinlich eher von der Perspektive sehen, ich hole mir Erzieherinnen, einen sehr gut geschulten COO, vielleicht auch CSO, vielleicht auch CMO rein, inklusive eines Innendienstes, der wirklich das Potenzial hat, einen maßgeblichen Teil meiner Arbeit zu übernehmen und zu verändern. Ich glaube, das wäre so die Perspektive, die ich mitgeben würde.

Simon Moser [00:36:41]:
Also ich glaube zwar nicht, dass Stromberg jemals das Wort maßgeblich in den Mund nehmen würde und auch nichts so erklären würde, aber lassen wir stehen, letzte Dann hast du es auch schon geschafft. Wenn jemand hier aus der Hörerschaft mit dir in Kontakt treten will, sich mit dir zu KI austauschen will, glaubt, dass ihr vielleicht ein guter Partner für sie wärt. Wie erreicht man dich? Am besten?

Daniel Dierkes [00:37:09]:
Per LinkedIn, per E Mail? Danielschuen de. Daniel Dirk ist auf LinkedIn und sonst auch über die Kontaktformulare auf unseren Webseiten. Das sind schuin de und usemodus IO.

Simon Moser [00:37:25]:
Super, vielen Dank. Damit sind wir schon am Ende. Wie immer, wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert uns, lasst uns ein Like da, folgt uns auf LinkedIn und ja, Daniel hat Spaß gemacht.

Daniel Dierkes [00:37:40]:
Danke.

Simon Moser [00:37:41]:
Vielen, vielen Dank für die Zeit, für die interessanten Einblicke und bis nächsten Montag. Ciao.

Daniel Dierkes [00:37:46]:
Tschüss.