Insurance Monday: Digitalisierung & Versicherung
Willkommen zum #1 Podcast der Versicherungsbranche. Erhalte alle 2 Wochen spannende News und Interviews mit CEOs, Startups und Expert:innen aus der Branche.
Denn noch nie waren die Veränderungen der Digitalisierung so stark zu spüren. Banken und Versicherungen müssen sich mit Themen wie digitale Transformation, New Work, Disruption, Plattformen, InsurTechs und digitalen Geschäftsmodellen auseinandersetzen.
Mit Insurance Monday haben wir es uns zur persönlichen Aufgabe gemacht, alles Wissenswerte aus der Branche auf eine informative und unterhaltsame Art zu vermitteln. Unsere Hörer:innen profitieren von den Learnings und Tools erfolgreicher und inspiriender Macher:innen.
Unseren Abonnenten gefällt auch digital kompakt (Joel Kaczmarek), Doppelgänger Technik Talk (Philipp Glöckler, Philipp Klöckner), OMR (Philipp Westermeyer), Handelsblatt Disrupt, Finanzfluss, Gemischtes Hack (Felix Lobrecht) und Lanz & Precht.
Insurance Monday: Digitalisierung & Versicherung
IT-Transformation: Nur wer Emotionen weckt, gewinnt!
Willkommen zu einer neuen Folge von Insurance Monday mit Julius Kretz, Herbert und einem besonderen Gast: Katharina Welle, Gründerin und Managing Partnerin von Welle Partner. In dieser Episode dreht sich alles um die großen IT-Transformationsprojekte in der Versicherungswelt – jene Herausforderungen, bei denen nicht nur technisches Know-how, sondern auch emotionale Intelligenz und Begeisterung gefragt sind.
Gemeinsam tauchen unsere Hosts in die Fragestellung ein, wie komplexe Projekte erfolgreich geplant und umgesetzt werden können. Katharina Welle teilt ihre persönliche Reise von IBM bis zur eigenen Boutique-Beratung und verrät, wie ihr Insure Migrate Framework Versicherern hilft, IT-Migrationen effizient und transparent zu steuern.
Neben fachlicher Führung stehen Werte wie Kundenfokus, Exzellenz und Authentizität im Mittelpunkt – und es bleibt auch Platz für Themen wie Motivation, Wertschätzung im Team und die Rolle von KI im Transformationsprozess.
Freut euch auf spannende Einblicke, ehrliche Erfolgsfaktoren und ganz pragmatische Tipps rund um die IT-Transformation – mit einer Extraportion Leidenschaft und Service-Denke, die weit über das klassische Projektmanagement hinausgeht. Viel Spaß beim Zuhören!
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PPI – Inspired by Simplicity. PPI verbindet Fach- und Technologie-Know-how, um komplexe Finanzprojekte in der Versicherungs- und Bankenwelt unkompliziert umzusetzen. Mit über 800 Expert:innen, europaweit führenden Lösungen im Zahlungsverkehr und der Vision „From Paper to Pixels“ begleitet PPI ihre Kunden erfolgreich in die digitale Zukunft.
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Dieser Podcast wird von dean productions produziert.
Vielen Dank, dass Du unseren Podcast hörst!
Julius Kretz [00:00:00]:
Hallo und herzlich willkommen zum Insurance Monday Podcast.
Herbert [00:00:03]:
Kleingedrucktes aus der Finanz und Versicherungswelt, Dein.
Julius Kretz [00:00:06]:
Podcast mit spannenden Insights und exklusiven Gästen.
Julius Kretz [00:00:09]:
Aus der traditionellen und digitalen Finanzwelt. Ein herzliches Willkommen zu einer neuen Folge des Insurance Monday Podcast. Heute geht es die großen IT Transformationsprojekte der Versicherungswelt, jene Programme, bei denen Gantt Charts, Go Lives und Emotionen unter einen Hut gebracht werden müssen. Und die zentrale Frage ist ja tatsächlich, wie bekommt man das im wahrsten Sinne des Wortes gewuppt? Achtung, kleines Wortspiel, das lösen wir später noch auf. Zu Gast ist heute Katharina Welle, Gründerin und Managing Partnerin von Welle Partner. Und was das genau ist, das erfahren wir gleich noch. So viel eine Boutique Beratung, die Versicherern hilft, große IT Migrationsprojekte planbar, transparent und erfolgreich in die Umsetzung zu bringen. Ich bin Julius Kretz und mit mir aus dem Insurance Monday Team ist heute mit dabei Herbert Jetzt und gemeinsam werden wir schauen, wie die Projekte gewuppt werden können und IT Transformation wirklich nochmal prüfen auf Herz und Nieren.
Herbert [00:01:31]:
Was bedeutet das fachlich, technisch und menschlich. Und jetzt zu dir, liebe Katharina, stell dich deinen Werdegang doch bitte einmal kurz vor und verrate uns doch wie bist du eigentlich in die Versicherungsbranche gekommen?
Katharina Welle [00:01:45]:
Hallo ihr beiden erstmal vielen Dank, dass ich hier sein darf. Freue mich mich sehr. Ich bin Katharina Katharina Welle, ich wohne in Düsseldorf, bin glücklich verheiratet und komme ursprünglich aus dem Badischen aus Süddeutschland und bin jetzt seit gut 15 Jahren in IT Projekten der Versicherungswirtschaft unterwegs. War lange Zeit bei IBM und habe dort so meine Projekt und Programmmanagerkarriere über die Jahre vorangebracht vor PMO, PMO Leitung, Projektleitung bis hin zur Programmleitung. Hatte da auch mal eine Abteilungsleitung inne oder Führungskräfteausbildung gemacht und dann mit meinen großartigen Partnern vor gut sechs Jahren die Entscheidung getroffen, ins kalte Wasser zu springen und selbst zu gründen. Und so ist Welle Partner entstanden. Du hast es schon anmoderiert. Wir sind eine IT Boutique Beratung, die Versicherer dabei begleitet, wirklich die großen Tanker, die IT Transformations und Migrationsprojekte sicher in den Hafen zu fahren und das mit ganz, ganz viel Leidenschaft und Begeisterung und Versicherungsbranche, Das ist eigentlich eine gute Frage.
Katharina Welle [00:02:59]:
Das war nämlich ein Zufall Ich war damals bei IBM eher in der Strategieabteilung. Damals gab es wenige Projekte in dem Kontext und mir wurde eine PMO-Rolle bei einem IT-Transformationsprojekt bei einem Kölner Versicherer angeboten und aus meiner Sicht mit die am meisten unterschätzte Rolle im Projektalltag. Und so ist das gestartet. Die Branche hat mich nicht mehr losgelassen.
Herbert [00:03:24]:
Ja, cool. Und das eint uns ja irgendwie. Und du hast so schön gesagt, mit Leidenschaft. Ich glaube, also für unsere Zuhörerinnen da draußen, wir sehen ja gerade Katharina, ihr leider nicht, aber die Leidenschaft, die sprüht nur so. Insofern, lass uns mal rein starten. Wir haben ja das format der schnellen 5 und du darfst dich jetzt positionieren. Ich stelle dir 5 Fragen, bevor wir dann thematisch einsteigen. Dein Lieblingsessen? Veggie Bowl oder Flammlachs?
Katharina Welle [00:03:55]:
Flammlachs, vor allem jetzt auf den Weihnachtsmärkten.
Herbert [00:03:59]:
Sehr gut, sehr gut. Kaffee oder Mate beim Arbeiten?
Katharina Welle [00:04:03]:
Absolut Kaffee.
Herbert [00:04:05]:
Absolut Kaffee. Auch sympathisch. Ägypten oder Düsseldorf? Das hat ja einen kleinen Hintergrund. Im Vorgespräch haben wir dazu gesprochen. Ich bin gespannt, was du erzählst.
Katharina Welle [00:04:14]:
Ja, Ägyptens Sonne war natürlich toll im November, aber grundsätzlich definitiv Düsseldorf.
Herbert [00:04:20]:
Super. Und bist du Team Sprachnachricht oder eher klassischer Anruf?
Katharina Welle [00:04:25]:
Sprachnachricht?
Julius Kretz [00:04:27]:
Katharina Das ist enttäuschend. Sprachnachrichten sind direkt aus der Hölle.
Katharina Welle [00:04:38]:
Optimalerweise. Wenn dann kurz und gut strukturiert.
Julius Kretz [00:04:43]:
Dann.
Herbert [00:04:44]:
Können wir uns damit anfreunden. Super. Letzte Startup Mindset oder doch Konzernstruktur?
Katharina Welle [00:04:51]:
Also definitiv Start up Mindset, aber mit Struktur.
Herbert [00:04:56]:
Sehr gut, sehr gut. Und du kennst ja durchaus beide Welten.
Katharina Welle [00:04:59]:
Genau.
Herbert [00:05:00]:
Das ist, glaube ich, auch eine gute Überleitun. Du hast ja irgendwie schon 15 Jahre in IT Projekten gearbeitet, von IBM bis zur eigenen Beratung. Was war denn der Auslöser für die Gründung von Welle Partner oder kurz? Und jetzt lösen wir auf.
Julius Kretz [00:05:16]:
Wupp.
Herbert [00:05:18]:
Gab es einen Moment, wo du gemerkt hast, so wie bisher geht es nicht weiter und ich muss hier jetzt mal was Eigenes machen?
Katharina Welle [00:05:26]:
Ja, und das war eine Reise. Also die Zeit bei IBM war großartig. Ich wurde wirklich fantastisch gefördert und habe mich da toll entwickelt dürfen und habe aber parallel auch viel Persönlichkeitsentwicklung gemacht, Seminare besucht und dann Mensch, da gibt es doch noch was anderes da draußen. Und irgendwann bin ich auch so ein bisschen an die Grenzen der Konzernstruktur gestoßen damals Verantwortung auch für ein großes Programm gehabt und dann gemerkt Mensch, da gibt es einfach Limitierungen, Einfluss von der Muttergesellschaft aus den USA, wo es Beschränkungen gibt, wo ich gemerkt habe, ich kann nicht so gestalten, wie ich gerne würde. Und da mir das total wichtig ist, bin ich damals gesprungen und wirklich ins kalte Wasser gesprungen. Und dann kamen innerhalb von 24 Stunden, glaube ich, Anrufe oder Nachrichten von drei Vorständen und dann habe ich gemerkt, okay, da ist ja irgendwie ein Markt da Und so ist die Idee zu Welle Partner entstanden und drei mutige Mitgründer sind quasi mit mir gesprungen.
Julius Kretz [00:06:26]:
Was hat sich seitdem geändert, Ihr mutigen Springer Mitgründer? Was hat sich im Mindset geändert, in deiner Rolle, in deiner Art zu führen?
Katharina Welle [00:06:36]:
Ja, da hat sich natürlich einiges geändert. Natürlich, weil es ein unterschiedliches Umfeld ist, aber auch einfach, weil man ja selbst so eine Reise auch durchmacht. Ich würde sagen, mein Mindset ist einfach offener, größer geworden, auch mit dem Bemerken, was alles möglich ist, dieses Thema hundertprozentige Eigenverantwortung, eigen und selbst zu gestalten. Meine Rolle ist natürlich jetzt umfangreicher, weil es sind meine Mitarbeiter, unsere Mitarbeiter, für die wir wirklich Verantwortung haben. Das ist anders im Konzern zu führen. Da kann man es im Zweifel, wenn es nicht eine Beförderung gibt oder nicht die Gehaltsanpassung, kann man es noch irgendwie auf Strukturen schieben. Und so stehen wir natürlich für jede Entscheidung auch ein und tragen die Verantwortung, die Wir treffen, zu 100 Prozent.
Herbert [00:07:25]:
Cool. Unternehmertyp hört man da raus. Und wenn man dich so erlebt, habe ich so das Gefühl, Führung mit Haltung und Klarheit. Was sind denn so deine Werte und Standards, die dich auch durch die Projekte tragen, die ihr mit Erfolg durchführt?
Katharina Welle [00:07:45]:
Das ist wirklich ein Lieblingsthema von mir, weil das Erste, was wir gemacht haben, als wir gegründet haben, haben wir wirklich geguckt, was sind unsere gemeinsamen Werte und Unternehmenswerte und hatten da auch einfach eine grandiose Überschneidung. Und das war von Anfang an der Kundenfokus. Und das macht mich schon immer aus. Das ist in meiner DNA auch damals im Job, im Café während der Schulzeit, wirklich dieses exzellenter Service zu liefern für den Kunden. Was braucht der Kunde? Was ist adressatengerecht? Wie können wir unterstützen, dass er erfolgreich ist, Ob das jetzt im Vertrag steht oder nicht. Das andere ist wirklich Exzellenz Also ein hoher Anspruch an uns Berater wird einfach noch mal ein anderer Maßstab gelegt, dass die Ergebnisse gut sind, dass die vorstrukturiert sind, dass wir den übernächsten Schritt schon mal mitdenken. Und das Thema, was ich vorher angerissen Verantwortung. Also wenn wir einen Auftrag kriegen, dann habe ich die Verantwortung, den erfolgreich zu liefern, zu meistern, das Projekt ins Ziel zu führen, was manchmal auch eine Bürde ist.
Katharina Welle [00:08:48]:
Aber das sich wirklich hundertprozentig anzunehmen und durchzutragen und dann Leidenschaft. Wir haben es angeschnitten, danach stellen wir auch ein. Also wenn das Feuer nicht brennt, dann springt der Funke auch nicht über. Und was wir auf unserer Reise dazu genommen haben, das war nicht von Anfang an der Fall, das ist Authentizität. Also wirklich irgendwie echt sein und so auch in Kundenprojekte reingehen, wie man ist und da auch durchaus Emotionen zu zeigen.
Julius Kretz [00:09:21]:
Das ist echt super spannend. Du warst aber jetzt also das war alles super positiv und natürlich, ich bin mega happy, dass du so eine Aussteuerung siehst. Ich hoffe, das kommt echt bei unseren Zuhörerinnen und Zuhörern auch so rüber. Das ist unglaublich, welche Energie du hier mit ins Studio reinbringst. Aber ich meine, du warst bei IBM ja im Top ein Prozent. Also das war ja echt einfach schon ein super Standard, den du dir erarbeitet hattest und Karriere. Du hast den Absprung dann trotzdem gemacht und hast das Risiko auf dich genommen. Also gab es da mal Momente, wo du überlegt hast, war es doch das Richtige oder Sachen, die mal kritisch waren?
Katharina Welle [00:10:01]:
Ja, auf jeden Fall. Und ich glaube, das ist auch noch mal ganz wichtig, dass man das auch von außen mitkriegt. Man kriegt ja ganz oft irgendwie nur die Successe Stories mit und nicht die Reise dahin. Das ist verbunden mit Up and Downs und mit Wellen. Und wie oft gab es Momente, wo ich gedacht oh Gott, jetzt schon wieder aufstehen. Und das ist natürlich dann auch anstrengend. Und vielleicht ein Moment auch relativ am Wir hatten sehr sicher unseren ersten Kundenauftrag bei einem IT Dienstleister und dann kurz bevor wir unsere Satzung unterschreiben wollten, zum Notar gehen wollten, ist der Endkunde abgesprungen. Das heißt, wir haben dann trotzdem gegründet, haben das durchgezogen, um dann zwei Wochen später die Sicherheit zu Ja, das Kundenprojekt wird starten im Januar, ist alles gut.
Katharina Welle [00:10:50]:
Aber das war natürlich erstmal so ein Moment der Unsicherheit. Klappt es überhaupt? Weil so ein erster Auftrag ist natürlich elementar. Du sagst, du kommst aus einem sicheren Umfeld und willst dich ja nicht verschlechtern, sondern soll ja weitergehen. Dann gab es aber auch Momente Auf der Reise 23 war ein sehr herausforderndes Jahr für uns, ein Gründungspartner dann auch entschieden, doch die Reise alleine weiter zu führen. Und es war auch so, dass wir unbedingt wachsen wollten, aber so ein bisschen aus so einem Druck, aus einem Krampf und dann zu schnell gewachsen sind, auch teilweise falsche Mitarbeiter eingestellt haben, die gar nicht so hundertprozentig zu uns gepasst haben, was dann nicht so nachhaltig war. Und natürlich fühlt sich das dann für den Moment wie Scheitern an. Und was haben wir gemacht? Das wirklich genau analysiert, geguckt, was ist schiefgelaufen, Wo haben wir auch vielleicht zu viel Druck auf neue Mitarbeiter ausgeübt, um es danach einfach besser zu machen.
Herbert [00:11:53]:
Cool. Aus den Startfehlern lernen höre ich raus. Wenn du jetzt jemand triffst, der irgendwie einen ähnlichen Weg hat und Hey, ich könnte mir vorstellen, selber zu gründen. Was würdest du empfehlen und was hättest du im Vergleich zu 10 Jahren oder vor 10 Jahren gerne gewusst?
Katharina Welle [00:12:15]:
Ja, spannende Frage. Was würde ich empfehlen? Also erstmal diese Grundsatzentscheidung will ich alleine gründen. Das heißt auch diese Verantwortung komplett alleine zu tragen, habe ich mich dagegen entschieden. Und ich bin jeden Tag froh darüber, dass wir einfach im Team die Verantwortung tragen können, uns austauschen können, mit Mara, mit Sven ins Sparring gehen und das ist einfach großartig. Und sich dann wirklich ganz ehrlich reflektieren, warum will ich gründen? Was bringe ich mit, Was so auch mein persönlicher USP ist und wie will ich es machen? Also was ist der Gegenstand meiner Beratung? Wie gehe ich vor? Und dann halt der erste Kunde ist schon so der Schlüssel.
Julius Kretz [00:12:58]:
Aber damit kommen wir jetzt schon zum Herzstück unserer Podcast Folge. Ist bislang super spannend, Aber du sagtest ja IT Transformation, das ist ja das, was euch umtreibt, wo ihr begleitet das Erfolgskonzept, was ihr dafür geschaffen habt. Dafür habt ihr ein Framework aufgesetzt, so wie ich es gelesen hab, nennt ihr das Insure Migrate Framework. Was steckt wirklich dahinter und wie hilft es, komplexe IT Transformation erfolgreich zu steuern?
Katharina Welle [00:13:30]:
Ja, sehr, sehr gerne. Also ich hab wie gesagt 15 Jahre IT Transformationsprojekte gemacht und dann wiederholen sich Abläufe immer wieder und trotzdem macht man immer wieder alles von neu. Und dann haben wir gesagt, das ist doch irgendwie nicht effizient. Wir bündeln jetzt die ganze Erfahrung, das Know how in ein Framework. Und so ist das Intermigrate Framework entstanden als wirklich ganzheitliches Vorgehensmodell für IT Transformations und Migrationsprojekte über vier Zum einen das ganze Thema Projektsteuerung, also Projektmanagement, Anforderungsmanagement, Testmanagement, Release Management, über das ganze Thema Transformation der Ziellandschaft, also alles, was mit dem Systemaufbau, Ausbau oder Integration zu tun hat, beginnt mit dem fachlichen Zielbild über die Produkte, Tarife, die End to End Prozesse, um Systeme, Integration und dann der ganze Block Migration, also Migrationsstrategie, Datentransformation, Migrationscontrolling, aber auch alles wirklich rund um die End to End Migration bis hin zum Go Live und die Dimension, die auch oft irgendwie unterschätzt wird. Zu kurz kommt wirklich das Thema Projektteam. Wie gelingt es Projektteams zu stärken, zu motivieren, die richtigen Leute an die richtigen Rollen zu setzen und so auch den Change zu begleiten, der immer so eine Transformation mitbringt, um erfolgreich einzuführen.
Herbert [00:15:03]:
Cool. Im Vorgespräch haben wir auch zu 10 Erfolgsfaktoren, die ihr so also also so die Top Ten, als ich gefragt habe, hast du gesagt ja, die hast du und ich würde gerne jetzt mal so ein bisschen tiefer reintauchen in das Framework und in die Erfolgsfaktoren aus deiner Sicht. Du hast mir zugerufen als erstes ein klares Zielbild fachlich, technisch und emotional. Was steckt dahinter? Vor allem das Thema Emotionalität erwartet man ja nicht so auf den ersten Blick, wenn man an IT Transformation denkt.
Katharina Welle [00:15:38]:
Ja, genau. Und das ist nämlich die Herausforderung, weil oft scheitert es daran, dass die Projektteams oder auch die Stakeholder nicht mitgenommen werden. Also ganze Thema Change Management wirklich von Anfang an mitzudenken, auch nicht nur im Programm, sondern auch hin zu einer erfolgreichen Business Transformation. Und für mich ist es wichtig, in einem Kick Off wirklich von Anfang an zu Warum machen wir das Ganze? Was ist die Ratio dahinter? Warum entscheidet sich der Vorstand dafür? Aber auch so ein Stück weit jedem das Gefühl zu Hey, ich habe hier wirklich einen wichtigen Beitrag und das auch zu transportieren und auch einzuordnen an welcher Stelle, wenn ich jetzt Produktmodellierer bin, warum ist das wichtig, um zum großen Ziel zu kommen und erfolgreich zu sein Und da es eben entsprechend emotional aufzubauen. Wir hatten auch schon mal ein Projekt, wo wir gesagt haben, die Transformation ist wie so eine Stadt aufgebaut, Jedes System hat sein eigenes Häuschen. Oder das Input Management war dann die Landebahn am Flughafen. Wirklich diese Emotionalität zu transportieren und auch eine Aufbruchstimmung zu kreieren, Widerstände da auch so ein Stück weit abzubauen. Und das ist so die emotionale menschliche Seite.
Katharina Welle [00:16:53]:
Und natürlich braucht so eine IT Transformation vor allem auch eine gute Struktur, eine gute Fachlichkeit, eine Technik. Und da kommt unser fachliches Zielbild zum Tragen. Und es ist ja einfach so, es sind oft sehr, sehr viele Systeme betroffen, sehr, sehr viele Schnittstellen. Es ist wahnsinnig komplex. Und um diese Komplexität so ein Stück weit zu sortieren, wirklich ein High Level Zielbild zu kreieren, zu Was sind die zentralen Fachkomponenten, die zentralen Fachfunktionen und welche IT-Systeme passen entsprechend dazu im Kontext des technischen Zielbilds. Und das ist wirklich so was Zentrales, ganz oben ins Intranet, Confluence, was auch immer, um zu Wohin wollen wir denn gemeinsam und wie soll es aussehen, wenn es fertig ist?
Herbert [00:17:42]:
Cool, cool, kann ich total nachvollziehen und ich glaube, das Thema Emotionalität total gekauft, wenngleich das oftmals auch hinten runterfällt. Der zweite Erfolgsfaktor ist für Transparenz über Prozesse. Ich habe mir so ein bisschen die Frage gestellt, steckt da vielleicht dahinter, wie verhindert man, dass es in so Silos endet oder auch so Grabenkämpfe? Steckt das dahinter oder wie würdest du den Erfolgsfaktor beschreiben?
Katharina Welle [00:18:13]:
100 Prozent. Also oft ist es so, dass jedes Team einen guten Job macht in seinem Silo, in seiner Insel. Die Produkte werden modelliert, die Prozesse werden im Bestandsverwaltungssystem irgendwie beschrieben, umgesetzt, Aber oft fehlt es an diesem End to End Blick. Und da sind wir oft die Brücke, die diese Silos verzahnen, zusammenbringen und wirklich entlang der Wertschöpfungskette die Abhängigkeiten klar machen. Also wirklich Ende zu Ende gedacht vom Input Management über alle Systeme, bis dann auch der Kunde den Brief in den Händen hält, die Abhängigkeiten verzahnen und das auch im Rahmen von Workshops transparent zu machen und dann natürlich in den Projektmanagementsystemen auch zu verankern.
Julius Kretz [00:19:01]:
Aber geht das nicht einher mit diesem ganzheitlichen Vorgehensmodell entlang der Wertschöpfungskette, was ja auch wesentlicher Bestandteil davon ist.
Katharina Welle [00:19:09]:
Ja genau, das ist verzahnt und Wertschöpfungskette ist immer einer meiner Lieblingsbegriffe. Was sind die Aktivitäten entlang des Softwareentwicklungszyklus über die fachlichen Anforderungen, Spezifikation, Umsetzung, die Teststufen bis hin zum Go Live, aber eben auch entlang der fachlichen Wertschöpfungskette, beginnend mit den Tarifen, die erfolgreich eingestellt modelliert werden müssen, den Geschäftsvorfällen, den Schnittstellen etc. Und da hat sich es bewährt, wirklich mit den Projektclient, mit dem Projektteam relativ am Anfang von einem Projekt eine Übung zu machen zu Was ist denn eigentlich meine eigene Wertschöpfungskette, die Schritte innerhalb meines Projekts, Was sind die Aktivitäten, die Ergebnisse, in welchen Tools wird das dokumentiert und vor allem der Schlüssel, Was sind die Abhängigkeiten zu anderen Teilprojekten, Projekten, um dort eben diese Verzahnung hinzubekommen.
Julius Kretz [00:20:07]:
Wenn ihr da über die Verzahnung und Ganzheitlichkeit sprecht, die Systeme müssen ja auch zusammenpassen. Das heißt, es braucht eine saubere Architektur, müsst ihr auch im Blick haben, oder?
Katharina Welle [00:20:17]:
Genau, also wirklich kommt von der Facharchitektur, aber auch die technische Architektur, High Level, das technische Zielbild, aber dann natürlich sauber runtergebrochen in Komponentenmodell, Schnittstellenübersicht etc. Ich bin immer ein Fan von kommend von Top Down und dann in die ganzheitliche Detaillierung zu gehen.
Herbert [00:20:37]:
Cool, jetzt gibt es ja genau. Und wenn ich so mit Draufblick drauf schauen, dann würde ich sagen, Hey, alle, die jetzt noch nicht angefangen haben, irgendwie im Keller aufzuräumen, die haben vielleicht tatsächlich einen Vorteil jetzt durch Jen. Wie würdest du es beschreiben? Du sagst Erfolgsfaktor mit Jen gestalten, nicht nur reagieren. Also was verändert sich gerade aus deiner Sicht, wenn wir an IT Transformationsprojekte denken?
Katharina Welle [00:21:06]:
Also genau die Chancen von Channel nicht zu nutzen, wäre einfach fatal. Und wir merken ja auch, die Timelines sind so ambitioniert, Es gibt einen Kosten und da ist aus meiner Sicht Genai ein zentraler Hebel. Und auch da wieder die Wertschöpfungskette sich anschauen zu schauen, welche Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette lassen sich denn durch Jen AI unterstützen? Ist das bei der Tarifanalyse, die Analyse von Geschäftsplänen? Ist das aber auch beispielsweise die Unterstützung bei der Erstellung von User Stories und Testfällen, Datenanalyse und da gehen wir mit unseren Kunden rein, das im Rahmen von Workshops aufzuarbeiten, transparent zu machen und dann auch in die Umsetzung zu gehen.
Herbert [00:21:48]:
Cool. Würdest du sagen, ist da ein erkennbarer Hebel? Kann man den vielleicht auch beziffern? Also welchen Unterschied macht Genai jetzt bevor? Also du hast ja die Erfahrung schon lange, also Projekt vor fünf Jahren, Projekt heute. Welchen Unterschied macht Genai?
Katharina Welle [00:22:07]:
Also jetzt wirklich aus meiner Sicht vor fünf Jahren war das so gut wie gar kein Thema in dieser Art von Projekten, die wir begleiten. Es gab ja schon länger einfach die Themen Chatbot etc. Aber in den großen IT Transformationsprojekten das kein Thema. Und heute ist es definitiv ein Thema. Und man merkt auch, die Versicherer sind unter Druck, wollen schauen, was da geht. Und es ist aber auch nicht so, dass das irgendwie immer über Nacht umgesetzt ist, um wirklich Effekte zu haben. Man muss erst mal investieren, die Use Cases umsetzen, um es dann auch wirklich durch die Tür zu bringen.
Herbert [00:22:42]:
Ja, cool. Und dann den Hebel nutzen.
Katharina Welle [00:22:46]:
Genau.
Herbert [00:22:47]:
Nächster Erfolgsfaktor, den du genannt hast, ist ein ambitionierter, aber realistischer Projektplan. Meine Frage wäre, warum ist Tempo manchmal weniger wichtig wie vielleicht der Takt?
Katharina Welle [00:23:02]:
Ja, ich weiß auch gar nicht, ob das so stimmt.
Herbert [00:23:07]:
Dann korrigiere gerne.
Katharina Welle [00:23:10]:
Also oft erlebe ich es, dass die Timeline vorgegeben ist und die ist tendenziell immer einen Ticken zu knapp. Und jetzt geht es natürlich darum, die wirklich auch zu erreichen und auszufüllen durch smarte Ideen. Und ich bin schon auch überzeugt davon, die Arbeit nimmt sich den Raum, den sie bekommt, haben wir alle irgendwie damals im Studium gemerkt bei der Masterarbeit und so ein bisschen ist es auch bei IT Projekten. Deswegen bin ich davon überzeugt, wenn der Projektplan ambitioniert ist, schafft man auch mehr in der gleichen Zeit, wie wenn der länger angelegt ist. Und das, was du aber sagst, oder? Deswegen glaube ich, dass man das Tempo nicht rausnehmen kann, das ist ganz, ganz zentral, merken wir bei unseren Kunden. Und diese Taktung, die du beschreibst, ist aber auch zentral, weil diese Roadmap, so eine Transformation dauert ja gerne drei, vier, fünf Jahre, wirklich zu sagen, gut strukturierte Phasen, den Scope runterbrechen, klare Meilensteine und dann auch innerhalb einer Phase, also beispielsweise vor dem ersten Go Live oder vor der Migrationstranche 1 wirklich Päckchen zu schnüren, früh Ergebnisse zu spezifizieren, umzusetzen und auch zu testen und diesen Langläufer einfach zu takten, um auch psychologisch wirklich Erfolge feiern zu können, die Zwischenmeilensteine feiern zu können, die erste Auslieferung durch oder das erste Scope Paket umgesetzt und auch da wieder kommend vom großen Ganzen runtergebrochen Und dann das Tracking. Meistens ist das bei uns Jira dann.
Julius Kretz [00:24:43]:
Scope Paket und Tracking ist eine super Überleitung zu dem siebten Punkt, den wir im Vorgespräch herausgearbeitet hatten. PMO als kulturelles Betriebssystem hast du uns mitgegeben. Und naja, wenn ich auf die PMO schaue, die ich so in meiner Erfahrung erlebt habe, ist da schon immer viel Herzblut dahinter und gleichzeitig doch eher eine Bürokratie und Controlling. Also wie ist der Punkt gemeint?
Katharina Welle [00:25:13]:
Ja, also natürlich ist die Rolle des PMO Struktur ins Projekt zu bringen, auch wirklich die Einheit zu sein, die für die Projektmanagementprozesse steht und da auch die Projektleiter beispielsweise guidet oder schult. Und ganz lässt sich die Bürokratie auch nicht, sag ich mal, vermeiden. Wir müssen controllen, wir müssen schauen, dass die Projekte wirklich in time sind, Aber wirklich, ich meine, diese Dienstleistungsmentalität kann ich unterstützen. Am Ende des Tages sind auch oft Projektleiter, da ist so viel auf dem Tisch und da ist uns wichtig im PMO zu Hey, wie können wir unterstützen? Wie können wir den Servicegedanken durchtragen? Und aber auch gleichzeitig die Einheit zu sein, die Hey, lass uns regelmäßig feiern, lass uns die Teams motivieren, so dass es auch Spaß macht in der Zusammenarbeit und dass das PMO nicht nur als nervige Einheit wahrgenommen wird, die immer was will, sondern die auch einfach hilft und unterstützt.
Julius Kretz [00:26:09]:
Und wie managt ihr das mit den Motivationen? Habt ihr Motivationsmanagement? Weil das war auch ein Punkt.
Katharina Welle [00:26:16]:
Das war ein Punkt. Also wir haben jetzt nicht die Rolle Motivationsmanager. Wenn, dann würde ich mich auch anmelden. Ich glaube, das ist so noch nicht angekommen. Wer weiß, wie sich das noch entwickelt. Aber dieser Faktor Mensch darf einfach nicht unterschätzt werden. Also wenn die Stimmung nicht gut ist oder wenn da Ängste sind, wenn da einfach Vorbehalte sind, dann fließt da die Energie rein und nicht unbedingt in die Zielerreichung. Und eben da auch wieder das Thema Change Management aufgreifen.
Katharina Welle [00:26:52]:
Was sind die Betroffenen? Was sind die Bedenken und aber auch ganz gezielt zu gucken, okay, wann wollen wir noch mal einen Impuls in die Mannschaft geben, um auch Danke zu sagen. Also Wertschätzung ist für mich ein ganz, ganz zentraler Punkt, auch mal eine Überraschung reinzubringen, sei es ein gebrandeter Adventskalender oder mal eine Packung Gummibärchen mit dem Projektlogo und einer Rakete oder irgendwas. Oder auch einfach immer mal wieder bei diesen Zwischenmeilensteinen eine Session mit Vorstand, wo man auch irgendwie mal zusammenkommt, gemeinsam Abendessen geht, um einfach wieder diese Verbindung zu spüren und den Drive zu stärken. Und das nicht zufällig, sondern ganz gezielt.
Julius Kretz [00:27:32]:
Gezielt, aber dann auch mit extra Rollen ausgestattet, Also wie diese ganzen Coworking Spaces hier aus dem Boden gestampft worden sind. Dann gab es dann diese geilen Rollen, Wellbeing Manager und so.
Katharina Welle [00:27:45]:
Also so eine Rolle haben wir noch nicht verkauft. Ne, wir machen das übers PMO.
Julius Kretz [00:27:51]:
Deswegen Herzstück.
Katharina Welle [00:27:53]:
Herbert ist eine Idee. Genau.
Herbert [00:27:59]:
Super. Bei den Themen passt, glaube ich, ganz gut das nächste Erfolgskonzept oder der Faktor vielmehr Teams nicht nur führen, sondern entwickeln. Was meinst du damit?
Katharina Welle [00:28:13]:
Ja, ich meine halt einfach damit, den Mensch auch irgendwie ganzheitlich zu sehen. Der ist abgestellt für das Projekt, der oder die Mitarbeiterin und hat natürlich irgendwie noch eine Linie. Oft ist ja auch genau das ein Spannungsfeld und da bin ich ein Fan davon, das zusammenzubringen, ein klares Projektfeedback auch zu machen, klare Ziele, wo willst du hin? Und auch Mitarbeiter in so einem Projekt oder so einem großen Programm zu entwickeln, wenn das vier Jahre dauert und ich habe da eine ambitionierte Kollegin im PMO ganz gezielt zu sprechen, wo möchtest du du hin, welche Rolle möchtest du vielleicht im nächsten Jahr machen? Zu kann die vielleicht wirklich PMO Leitung machen und dann eine Projektleitung zu übernehmen, damit das Projekt auch für sie spannend bleibt, Weil das ist ja ein unfassbares Know how, was da aufgebaut wird. Und da finde ich es wichtig, das im Projektprogramm zu halten und die Entwicklung dann nicht irgendwie rauszugeben. Das ist so ein Aspekt. Aber auch ein jeder Mensch hat ja so seine Stärken, seine Talente. Es gibt unterschiedliche Persönlichkeitstheorie. Es gibt die, die laut sind, die die großen Visionen machen, aber es gibt auch irgendwie diejenigen, die super detailliert an den Details arbeiten und so ein bisschen Raum für sich brauchen.
Katharina Welle [00:29:26]:
Und wenn dann eine Person an der falschen Rolle ist, bin ich eben kein Fan davon zu oh ne, da müssen wir die jetzt irgendwie rausnehmen, sondern zu gucken, was sind denn die Talente, was sind die Fähigkeiten, die Skills? Und gibt es in so einem riesenprogramm, wo oft 80, 90 Mitarbeiter auf einer Seite sind, nicht eine andere spannende Rolle, wo man die Person hin entwickeln kann und wo sie vielleicht viel happier ist und man auch viel happier ist dann als Projekt oder Programmleitung.
Herbert [00:29:55]:
Nummer 10 Das Gruß aus der Küche Prinzip. Jetzt bin ich gespannt. Heiß, wenn man mit dir Projekte macht, kochst du auch selber oder wie muss.
Katharina Welle [00:30:04]:
Ich dir das vorstellen? Auch das würde ich vielleicht mal machen, aber ich glaube, die Talente liegen doch woanders. Gruß aus der Küche ist für mich so In welches Restaurant gehst du lieber? Service ist gut, Menü ist gut, aber in einem Restaurant gibt es halt vorneweg einen Gruß aus der Küche. Und das ist das, was du nicht bestellt hast, sondern das Überraschungsmoment. Und das ist für uns immer so das Add on zu okay, was ist vielleicht das, was der Kunde noch gar nicht auf dem Schirm hat, was ich aber trotzdem mitbringen kann. Noch mal ein Report, der nächste Schritt oder so eine Idee für so ein Motivationsmanagement, um einfach immer da vor der Welle zu sein und serviceorientiert zu sein.
Julius Kretz [00:30:48]:
Ich muss immer schmunzeln, wenn du sagst, vor der Welle zu sein, vielleicht auch ein kleines Wort, Du gehst da direkt mit rein. Dieses Amuse Göl, diese Überraschung Gruß aus der Küche, das kommt ja meistens vorab beim Essen jetzt, wenn du auf die 10 Punkte schaust, das ist trotzdem wahrscheinlich nicht das, mit dem man Unternehmen anfangen sollte. Wenn Unternehmen damit neu beginnt. Welcher der 10 Punkte ist das, was sie sich wirklich nehmen sollte und damit anfangen sollte aus deiner Sicht?
Katharina Welle [00:31:22]:
Also natürlich erstmal eine klare Roadmap. Was soll überhaupt passieren? Also das strategische Zielbild. Warum macht das? Warum denkt das Unternehmen überhaupt über eine Transformation nach und dann wirklich über das fachliche und technische Zielbild? Also das ist für mich der Startpunkt.
Julius Kretz [00:31:40]:
Wenn man jetzt mit Katharina und Welle Partner möchte ich gerne zusammenarbeiten. Neben IT Transformation, was bringt dir noch mehr auf den Tisch?
Katharina Welle [00:31:51]:
Also wir hatten gestern ein Meeting mit einem Kunden oder mit einem neuen Kunden und die haben gesagt, okay, was bei euch anders ist, ist ein klares, stringentes Vorgehensmodell. Die Leidenschaft für die Sache waren das.
Julius Kretz [00:32:05]:
Tatsächlich diese 10 Punkte.
Katharina Welle [00:32:09]:
Ja, die sind natürlich Teil des Modells. Genau. Ansonsten ist in unserem Intermigrate Framework, das hat drei Module, Das ist zum einen wirklich ein Maturity Assessment, das heißt, wir gehen mit dem Kunden hin und schauen, wo stehst du in deiner IT Transformation ist es immer entlang der Struktur des Insure Migrate Frameworks, aber einfach einzuschätzen, okay, welchen Reifegrad haben wir denn? In welchem Baustein, Wie gut ist das Projektmanagement aufgesetzt, wie die Migration, wie die Transformation. Ein anderes Modell und das ist wirklich auch ein Element, um das Wissen skalierbar zu machen, ist unser EMF Project Guide, also eine Schritt für Schritt. Was muss ich denn tun nacheinander, wenn ich so eine große IT Transformation starten will. Das abgebildet im Jira Schritt für Schritt, so dass es auch durchgeführt werden kann, ist beschrieben und da würde dann auch erster Schritt ist mit das fachliche und das technische Zielbild. Und das dritte Modell ist unsere Blueprint Library, Das heißt, das sind Methoden, Baukästen, Vorlagen, Templates, Prozesse, die angepasst werden können auf die Transformation auf das jeweilige Projekt, sodass man einfach schneller durchstarten kann, was einem bei dem Thema Exzellenz und Zeitstrecke natürlich hilft.
Julius Kretz [00:33:35]:
Sehr spannend. Wenn du jetzt aber lasst uns mal 2, 3 Stockwerke höher fahren und uns auf die gesamte Versicherungsbranche mal anschauen aus deiner Sicht, Du hast viel Kundenkontakt. Wo steht die Branche insgesamt in Bezug auf IT Transformation?
Katharina Welle [00:33:52]:
Also ich denke, da ist schon viel passiert in den letzten Jahren. Also der Druck zur Veränderung, zur Transformation ist hoch. Die Versicherer haben angefangen in die Cloud zu gehen, die Versicherer haben angefangen den Host abzulösen, neue moderne Systeme einzuführen, erste Prozesse zu digitalisieren, Kundenprozesse, Vertriebsprozesse. Und gleichzeitig ist natürlich noch unfassbar viel zu tun. Wir sind noch nicht am Ende.
Julius Kretz [00:34:20]:
Wir sind noch nicht am Ende.
Katharina Welle [00:34:22]:
Zum Glück. Ja, bestätigen.
Julius Kretz [00:34:24]:
Und gleichzeitig ist es deutlich weiter als die letzten, also als wo wir vor fünf Jahren noch als Branche gestanden sind. Das ist 100 Prozent genau enorm, was sich da getan hat. Jetzt gibt es immer so Teilschritte und irgendwann hat jedes größere Projekt ein Ende und Ende ist immer Teil eines neuen Anfangs. Aber wenn man dann am Ende ist und reflektiert, was ist letztendlich der größte Erfolg? Ist es wirklich der Go Live oder ist das Gefühl im Team am Ende.
Katharina Welle [00:34:55]:
Für mich ist es die Verbindung. Also wirklich, wenn man das gemeinsam geschafft hat, den erfolgreichen Go Live, die Migration, das als Team gemeinsam zu feiern und dann auch wirklich eine tolle Feier zu machen und sich dafür einfach nochmal anzuerkennen, was man gemeinsam auch umgesetzt hat. Also wieder die Verbindung aus Technik und Emotion.
Julius Kretz [00:35:17]:
Welle verbindet. Katharina, es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich sehe in Julius Augen und in deinen Augen euch auch. Wir müssen aber trotzdem langsam zum Ende kommen. Dennoch jetzt oder gerade deswegen die vielleicht famous last words. Also was ist das, was du unseren Zuhörerinnen und Zuhörern mitgeben möchtest? Kann auch ein Sprichwort sein und zusätzlich erweitere ich das, weil wir gerade über IT Transformation gesprochen haben und wir da noch nicht am Ende sind in der Versicherungsbranche. Was würdest du im Versicherungsvorstand rund um große IT Transformationsprojekte mitgeben?
Katharina Welle [00:36:04]:
Was gebe ich mit? Erst er kann mich sehr, sehr gerne anrufen, wenn eine IT Transformation ansteht. Und ja, ansonsten ganz wichtig, die Linie einzubinden, die Business Transformation direkt mitzudenken und dann von Anfang an strukturiert und ganzheitlich vorzugehen und dabei optimalerweise auch eine Inzentivierung für die Projektmitarbeiter zu verankern, sodass es sich für sie auch lohnt, im Projekt erfolgreich zu sein. Und ja, die famous last words, eines meiner Lieblingsmottos. Freu dich nie zu spät. Also wirklich Zwischenerfolge, Meilensteine zu feiern und sich dafür anzuerkennen, weil dann bleibt die Energie hoch und man hat auch Lust, den nächsten Meilenstein in Angriff zu nehmen.
Julius Kretz [00:36:55]:
Liebe Katharina, vielen, vielen Dank für die spannenden Einblicke. Du hast im wahrsten Sinne des Wortes hier heute die Welle gemacht zwischen Gantt Charts, Go Live und Gefühl. War wirklich alles dabei. Aber wo erreichen uns die Versicherungsvorstände und die anderen, die uns zuhören, die dir.
Katharina Welle [00:37:15]:
Einen Ping geben wollen, wo die mich erreichen? Natürlich unter unserer Website und über unser LinkedIn Profil. Da steht dann auch meine Nummer.
Julius Kretz [00:37:30]:
Sehr schön. Danke auch an dich, lieber Julius, für heute und natürlich allen unseren Zuhörerinnen und Zuhörern da draußen. Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt Sie gerne auf LinkedIn oder Spotify und bewertet uns. Bis zum nächsten Mal. Ciao.