Insurance Monday: Digitalisierung & Versicherung

Datenschutz-Bremse: Macht sich Europa bei KI und Versicherungen selbst zum Innovations-Verlierer?

Insurance Monday Episode 149

Wie fit sind Europas Versicherer wirklich für die KI-Revolution? Im Insurance Monday Podcast diskutieren Herbert Jansky, Sebastian Pitzler und Slobodan Pantelic den steilen Aufstieg von Agentic AI, die Goldgräberstimmung rund um Daten und die Frage: Ist Datensouveränität hinderlich oder der große Trumpf im globalen Wettbewerb?

Mut, Mindset und neue Geschäftsmodelle – wir nehmen die Komfortzone auseinander und zeigen, warum offene Daten und innovative Tools wie Frieda über die Zukunft entscheiden. Erfahre, wie Versicherer heute schon mit Multistep Agents echten Mehrwert schaffen, welche Chancen sich für Vermittler und Kunden auftun – und warum Europa dringend mehr als Datenschutz braucht.

Ein Podcast für alle, die wissen wollen, ob KI die Kollegin oder Konkurrentin der Zukunft wird. Jetzt reinhören und mitdiskutieren!

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Dominik Badarne [00:00:00]:
Hallo und herzlich willkommen zum Insurance Monday Podcast. Kleingedrucktes aus der Finanz und Versicherungswelt. Dein Podcast mit spannenden Insights und exklusiven Gästen aus der traditionellen und digitalen Finanzwelt.

Herbert Jansky [00:00:26]:
Ein freundliches Servus aus unserem Insurance Monday Podcast Studio. Heute sprechen wir über eines der spannendsten und wichtigsten Themen unserer Daten, Unser Wie können europäische Versicherer KI nutzen und welche Rolle spielt Agentic AI zukünftig? Gleichzeitig rückt die Datensouveränität weiter in den Fokus. Um das Thema wie immer breit zu reflektieren, habe ich mir heute zwei Gäste Sebastian Pitzler und Slobodan Panteli. Herzlich willkommen. Schön, euch dabei zu haben. Bevor wir natürlich in die schnellen fünf springen, stellt euch unseren Zuhörern kurz vor.

Sebastian Pitzler [00:01:09]:
Vielen Dank, dass ich mich kurz vorstellen darf. Herbert Mein Name ist bekannt, den hast du schon genannt. Sebastian Pitzler. Ich freue mich, dass ich seit 24 Jahren in der Versicherungsbranche aktiv bin, als echter Tech Enthusiast mit unterschiedlichsten Perspektiven. Von den 24 Jahren war ich 16 Jahre bei der Ergo Group aktiv. Lieber Herbert, da haben wir uns kennen und schätzen gelernt. Danach fünf Jahre in Schulab Germany. Was soll ich sagen? Herbert Auch da haben wir uns geschätzt und eine Zeit des Weges miteinander verbracht.

Sebastian Pitzler [00:01:35]:
Dann zwei Jahre Venture Capital und jetzt bei BSI Software. Mein Job ist es dort AI ins Daily Business zu übersetzen. Wie können wir durch Real Life Use Cases Mehrwerte schaffen für unsere Kunden und deren Kunden echten Customer Value generieren? Also was soll ich sagen? Tech Enthusiast. Im Herzen bin ich geblieben und das jetzt seit 24 Jahren in der Branche.

Herbert Jansky [00:01:56]:
Schön, dich dabei zu haben, Slobodan oder Ich darf Bobo sagen.

Slobodan Pantelic [00:02:01]:
Sehr gerne. Vielen lieben Dank, Herbert. Danke auch Sebastian an dich, dass ich heute mit dabei sein darf. Ja, kurz zu mir. Ich stelle mich auch nur ganz kurz vor, weil ich glaube, ich habe mich schon das ein oder andere Mal hier in der Runde vorgestellt. Gerne nochmal Slobodan Panteli in meinem Hauptjob beim HDI Bereichsleiter für die Vertriebsplattformthemen bei uns in der HDI Deutschland im Vertrieb zuständig. Zeitgleich habe ich auch noch einen weiteren Hut auf, nämlich Co Initiator, Gründer und Vorstand der Frieda Initiative, Europas größte Open Insurance Initiative, wo wir das ganze Thema Datenaustausch auf unterschiedlichen Ebenen vorantreiben.

Herbert Jansky [00:02:44]:
Danke dir. Dann springen wir in die schnellen fünf. Ich glaube, ihr kennt es, ich muss nicht mehr viel erklären. Eine schnelle Antwort auf eine flockige Frage. Slobodan Genai oder lieber alles selbst machen?

Dominik Badarne [00:03:01]:
Wenn ich die Wahl habe, dann doch lieber Gen AI.

Herbert Jansky [00:03:04]:
Sebastian, ohne Frage Genaar, wir bleiben bei der Star Trek oder Star Wars?

Dominik Badarne [00:03:13]:
Weder noch. Kannst du mich mitjagen?

Sebastian Pitzler [00:03:16]:
Unbedingt Star Trek, großer Star Trek Fan von Kindesbeinen an.

Herbert Jansky [00:03:22]:
Berge oder Meer?

Dominik Badarne [00:03:25]:
Eindeutig Meer. Kannst du mich abstellen Da lassen? Ich bleib da.

Sebastian Pitzler [00:03:30]:
Guck mal, Slobodan, wie komplementär wir sind. Ich liebe die Berge gerne. Weitsicht, Berge, frische Luft und vielleicht noch ein Bier dazu.

Herbert Jansky [00:03:38]:
Bier ist ein gutes Stichwort für die nächste Frage. Oper oder Eckkneipe?

Sebastian Pitzler [00:03:43]:
Lieber Sebastian, ich habe deine Lieblingskneipe in Köln, die kennst du auch, Herbert, der Gepflegte, der Lomi. Da bin ich gelegentlich anzutreffen. Mittlerweile leider viel zu selten.

Dominik Badarne [00:03:57]:
Also das war ein Voting pro Eckkneipe, nehme ich an. Oh ja, bei mir ist es tatsächlich erst Opa und dann danach in die Eckkneipe, weil tatsächlich ist eine meiner Lieblingskneipen genau gegenüber der Oper. Das passt eigentlich ganz gut, wenn man da noch nach der Oper einen Cocktail zu sich nehmen kann.

Herbert Jansky [00:04:14]:
Sehr schön. Letzte Frage. Lieber Fokus auf Benutzerfreundlichkeit oder Systemstabilität?

Dominik Badarne [00:04:25]:
Das ist eine Fangfrage, weil ohne Systemstabilität keine Benutzerfreundlichkeit. Insofern erst die Systemstabilität, dann die Benutzerfreundlichkeit. Aber im Endeffekt muss es benutzerfreundlich sein, Ansonsten brauchst du auch kein System hinstellen.

Sebastian Pitzler [00:04:45]:
Da sind wir uns total einig. Ich finde, Benutzerfreundlichkeit muss vorne stehen, aber die gibt es nicht ohne Systemstabilität. Das eine bedingt das andere, aber bitte mit Ausrichtung auf den Nutzer.

Herbert Jansky [00:04:56]:
Klasse, danke euch. Witzige Antworten. Lass uns ins Thema springen. Ich habe ein, zwei Fragen für mich vorüberlegt und lass uns die durchgehen und erstmal ein bisschen Kontext kriegen in das Thema und dann immer tiefer weiter einsteigen. Ich würde die ersten Fragen an euch beide adressieren, damit wir wirklich beide Perspektiven auch reinkriegen. Und Bobo, du kannst natürlich die Perspektive reinnehmen von Frieda und du kannst die Perspektive aus deiner Erfahrung mit HDI natürlich reinbring. Und Sebastian, du bringst dir auch viel mit, du hast deinen CV, du hast deinen CV ja genannt, sorry. Und bist jetzt bei BSI in dem Thema tätig.

Herbert Jansky [00:05:45]:
Insofern freue ich mich auf eure Antworten. Bevor wir in das Thema einsteigen, gebt uns ein bisschen Kontext und erklärt, warum wir gerade so viel Bewegung in dem Bereich Daten, Ökosysteme und KI im Moment haben.

Sebastian Pitzler [00:06:01]:
Vielleicht mache ich kurz den Einstieg. Versicherer sind ja von sozusagen ihrer Erfindung an Datengetrieben. Früher natürlich mehr Offline Daten, manuelle Datensätze, man denke an die Heubeck Sterbetafeln und andere Sachen. Es ging viel um Mathematik, Statistik und Co. Im Zeitalter der Digitalisierung ist natürlich klar geworden, Data is the new oil sozusagen ist die neue Goldquelle. Man hat sich jetzt viele Jahre lang dann eben beschäftigt mit Bitcoin, Big Data, Data Analytics und anderen Themen. Und nun kam einfach mit Gen AI die Zeitenwende. ChatGPT hat generative KI gesellschaftsfähig gemacht, zeigt ganz neue Ansätze und Möglichkeiten auch technologisch.

Sebastian Pitzler [00:06:41]:
Und hier ist eben das Thema zum Beispiel Agentic AI und eine Agent Economy, der nächste Level, die logische Evolutionsstufe nach Gen AI. Das heißt, wir erleben ganz neue technologische Möglichkeiten, um Datenschätze neu zu interpretieren. Und da entsteht jetzt jede Menge Hebel und Chance. Und ich glaube, das wittern eben viel im Markt. Deshalb ist so viel Bewegung und Interesse daran.

Herbert Jansky [00:07:05]:
Es klingt ein bisschen nach Goldgräberstimmung, Sebastian.

Dominik Badarne [00:07:09]:
Unbedingt, unbedingt, ja, aber das Ganze bringt auch nur dann was, wenn man die Daten verwerten kann. Das eine ist, die Daten zu bekommen, aber auf der anderen Seite geht es darum, wirklich die Daten zu veredeln. Das heißt, Öl alleine bringt mir auch in der Regel nichts, wenn ich es nicht raffiniere. Das heißt, wenn ich es nicht zu Benzin diese verarbeiten kann, bringt mir das Rohöl auch nichts. Insofern, ich glaube, das ist nochmal ein ganz wichtiger Aspekt, der hier eine Rolle spielt. Und warum das Ganze ja hochgekommen ist oder warum das gerade jetzt eines der wichtigsten Themen unserer Zeit ist, ist aus meiner Sicht ganz klar, es vereinfacht unseren Alltag, es beschleunigt sehr vieles. Dinge, für die wir in der Vergangenheit sehr viel Zeit aufwenden mussten, werden jetzt plötzlich in Sekunden erledigt. Wir kriegen massive Unterstützung durch die unterschiedlichen KI Lösungen, die es momentan gibt und wir sehen Stand jetzt noch gar kein Ende in Sicht.

Dominik Badarne [00:08:08]:
Also was wird alles in 6 oder 12 oder 24 Monaten alles möglich sein? Blicken wir zurück Auf die letzten 12 bis 24 Monate. Wie krass hat sich denn eigentlich unsere Welt verändert? Und ich glaube, das muss man sich einfach noch mal vor Augen halten. Und dann kommt man auch gar nicht drumherum, über das Thema KI zu sprechen. Das beschäftigt uns, das ist das Thema Nummer eins unserer heutigen Gesellschaft.

Herbert Jansky [00:08:31]:
Aber ist dann auch so ein bisschen Kern, was du sagst, Bobo, Dadurch, dass es jetzt Chen AI gibt und für ganz viele, also auch für die breite Maße zugänglich ist, hat Daten einfach eine neue Präsenz und Qualität, weil man es eben nutzen kann.

Dominik Badarne [00:08:49]:
Absolut, absolut.

Sebastian Pitzler [00:08:51]:
Ich glaube, das Spannende ist eben auch zu sehen, AI ist ja grundsätzlich nicht neu in der Entwicklung, Large Language Models und Co. Es gab aber eben tatsächlich diese Zeitenwende, dadurch, dass ChatGPT von OpenAI so gesellschaftsfähig wurde und die Nutzer eben auch zu Hause die Tools für sich adaptieren in ihrem Alltag und natürlich auch die Erwartungshaltung haben, dass AI jetzt in ihrem Berufsalltag das Leben, wie Slobodan sagte, einfacher macht und effektiver. Und ich glaube, AI ist halt einfach in der Lage, Datenmengen zu verarbeiten in einer Größe und Qualität, wie es vorher nicht da war. Und deshalb erleben wir gerade so viel Bewegung an dieser Stelle.

Herbert Jansky [00:09:29]:
Ist ja eigentlich crazy, weil die LLMs etc. Die gab es vorher schon, nur die UI ist quasi neu gewesen und hat den ganzen Hype ausgelöst. Warum jetzt aber noch immer stärkere LLMs und Datenpools natürlich reinkommen? Also das ist natürlich eine Spirale. Okay, cool. Danke euch. Könnt ihr mir, bevor wir ins nächste Thema reingeben, ich habe eben das Thema Datensouveränität angesprochen, könnt ihr das Thema Datensouveränität erklären, damit unsere Zuhörer eine Definition von euch haben?

Sebastian Pitzler [00:10:02]:
Vielleicht darf ich da auch kurz nochmal Slobodan, einen Anfang machen. Wir haben uns jetzt bei BSI auch schon länger mit dem Thema Datensouveränität beschäftigt. Ich möchte euch da herzlich gerne empfehlen, unseren BSI Software Shortcast, den wir jetzt in der ersten Staffel rund um das Thema Datensouveränität aufgelegt haben, mit spannenden Gästen vom ADAC, OVB oder auch der Dieter Schwarz Stiftung. Wichtig ist, glaube ich, Datensouveränität bedeutet, dass man AI Modelle und auch Cloud Infrastruktur wechseln kann. Es geht darum, Abhängigkeiten zu reduzieren, Fallback Möglichkeiten zu schaffen, Wahlfreiheiten zu schaffen, etwas, was am Ende auch Dora verlangt als europäisches Pflichtinstrument sozusagen von regulierten Branchen wie Banken und Versicherern. Also Souveränität bedeutet für uns AI Modelle, Cloud Infrastruktur mit Wahlfreiheit, Belegen, Wechselmöglichkeiten und so eben auch Innovationen nutzbar zu machen. Ich glaube, Slobodan hat da mit Frieda.

Dominik Badarne [00:11:03]:
Nochmal eine ganz spezielle Perspektive drauf zum Thema Datensouveränität. Wir waren ja gerade bei der Frage, wie wir das definieren und wie wir das einordnen können. Aus meiner Sicht besteht Datensouveränität aus zwei Hauptaspekten, nämlich das eine ist das Thema Datenkontrolle, das heißt, ich bestimme selbst über die Daten, über meine Daten. Und auf der anderen Seite geht es um das Thema Schutz und Sicherheit. Wir haben es gerade angesprochen, Dora spielt eine große Rolle, aber auch das Thema DSGVO, was uns immer begleitet. Und insofern sind diese zwei Kernaspekte sozusagen die Säulen der Datensouveränität. Und im Kontext Frieda beschäftigen wir natürlich uns natürlich auch mit Daten, weil ohne Daten sind Anwendungsfälle gar nicht umsetzbar, die wir so in der Community skizzieren. Und von daher ist es immer ganz wichtig, das Ganze aus einer Nutzerperspektive zu definieren.

Dominik Badarne [00:12:03]:
Das heißt, wann brauche ich welche Daten, wann gebe ich welche Daten von mir frei? Und da ist es halt ganz wichtig, dass diese zwei Kernaspekte, die ich eingangs erläutert habe, im Vordergrund stehen.

Herbert Jansky [00:12:14]:
Ist das eigentlich ein europäisches Novum, diese Datensouveränität? Weil irgendwie, also wenn ich an Amerika denke, dann denke ich irgendwie nicht an Datensouveränität. Warum auch immer, ihr könnt mich gerne berüchtigen, wenn ich nach Asien, Richtung China etc. Denke, dann denke ich irgendwie auch nicht an Datensouveränität. Ist es bei uns Novum oder eine Besonderheit in Europa?

Dominik Badarne [00:12:37]:
Ich würde es nicht als Novum bezeichnen. Ich würde es einfach als ein Modell bezeichnen, was bei uns in Europa einfach schon seit geraumer Zeit besteht. Also wir haben die DSGVO und das ist, glaube ich, das Kernelement, wenn wir über Datensouveränität sprechen. Denn wenn wir beispielsweise heute Daten auf irgendwelchen amerikanischen Servern beispielsweise speichern oder bei Cloud Diensten, dann ist es so, dass wir durchaus auch die Datensouveränität irgendwo verlieren, denn diese Daten unterliegen dann dem amerikanischen Recht. So würde ich das jetzt mal ganz salopp formulieren und die Daten können wie auch immer genutzt werden, ohne dass wir Kenntnis davon haben, wie sie genutzt werden und was damit passiert. Das Gleiche betrifft wahrscheinlich dann auch die chinesischen Dienste, die genauso willkürlich dann auch mit unseren Daten umgehen. Und das, was wir in Europa haben, ist der Aspekt zu Du als Endverbraucher hast die Kontrolle über die Daten, wenn du sie bei uns im europäischen Wirtschaftsraum auch speicherst.

Sebastian Pitzler [00:13:45]:
Ich glaube, das ist total wichtig. Wir Europäer haben, glaube ich, ein anderes Verständnis für den Umgang mit Daten und Datenschutzansprüche und sozusagen auch Verbraucherschutz an der Stelle, dass uns das, glaube ich, ganz anders in die Wiege gelegt wurde als manchen internationalen Anbietern. Ich glaube, trotzdem ist es umso wichtiger, wie Slobotan sagt, dass man eben am Ende auch den Benutzer wieder befähigt oder den Unternehmenskunden Souveränität über Daten zu erhalten, indem man Alternativen schafft, teilweise dann eben auch zu amerikanischen und chinesischen Systemen. Und da finde ich es echt bemerkenswert, was gerade in der Politik passiert, nicht nur in Deutschland, auch auf europäischer Ebene, dass dieser Gedanke wieder ein Stück weit geschärft wird. Wie kann man Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern reduzieren und wie kann man eben trotzdem auch Innovationen schaffen und auch Innovation aus Europa fördern, indem man eben auch hier in Technik made in Europe sozusagen investiert? Das finde ich sehr bemerkenswert und ich glaube, das unterstützt dann natürlich Ansätze wie DSGVO, DORA und andere Themen.

Herbert Jansky [00:14:53]:
Aber ist es nicht eher trotzdem eher ein Hemmnis, ein Innovationshemmnis? Oder ich meine, was du jetzt angesprochen hast, da könnte man sogar raushören, dass es ein Wettbewerbsvorteil ist.

Sebastian Pitzler [00:15:07]:
Sagen wir mal. Ich glaube, wir Europäer haben immer ein Stück weit Sorge im Moment technologisch den Anschluss zu verlieren, weil die anderen etwas freier agieren im Markt als wir. Von daher glaube ich, das Thema Datensouveränität, innovationshemmendes Wettbewerbsvorteil kann man auch sehr positiv spielen. Es ist eine Frage von Haltung und Strategie. Wie setze ich meine Infrastruktur, meine Anwendungslandschaft auf, um mir entsprechende Freiheiten zu verschaffen? In dem BSI Shortcast hatten wir beispielsweise ein spannendes Interview mit dem Heinrich Fritzler Coo vom OVB, der dazu einige Gedanken geteilt hat, wo man eben auch sagen kann, am Ende ist Datensouveränität auch eine Frage von Führung und Strategie. Und ich glaube eben am Ende kann das, was wir in Europa schaffen, hier auch ein Innovationsvorteil sein. Wenn wir nämlich Souveränität als Wettbewerbsvorteil verstehen, indem wir eben auch Abhängigkeiten reduzieren, dadurch im Prinzip auch flexibler und agiler bleiben und am Ende Innovationskraft fördern durch Vielfalt, indem man nicht diesen Single Vendor Login hat, sondern Auswahlmöglichkeiten und Wahlfreiheiten schafft, dann kann es die Innovationskraft beflügeln.

Dominik Badarne [00:16:24]:
Also ich kann da Sebastian nur zustimmen und auch auf die eine oder andere Studie referenzieren, die wir durchgeführt haben bzw. Die wir mit Partnern aus der Frieda Community durchgeführt haben. Oftmals stellen wir die Wann bist du denn eigentlich bereit, deine Daten zu teilen? Wann bist du bereit, deine Daten in Anwendungsfällen zu teilen, wo du echte Mehrwerte bekommst? Und die wichtigste Voraussetzung bei all diesen Umfragen von Endkunden ist immer immer die, dass gesagt Die Daten müssen geschützt sein, die Daten müssen sicher sein. Und das ist eines der zentralsten Elemente, wenn wir über den Datenaustausch im Finanzwesen sprechen. Wir befinden uns ja gerade im Finanzwesen und da ist es enorm wichtig, das ganze Thema Datensouveränität auch soweit für sich selbst zu nutzen, egal in welcher Rolle man unterwegs ist im Markt, sodass man das auch zum Wettbewerbsvorteil nutzen muss und nutzen sollte. Im Endeffekt hilft uns das auch noch etwas kreativer und innovativer auch zu sein, denn wir haben einen gesteckten Rahmen und innerhalb des Rahmens wird uns trotzdem Innovation gestattet und erlaubt. Wir können halt jetzt nicht frei mit diesen Daten umgehen, das ist auch gut so. Aber am Ende des Tages sehe ich es weniger als Hemmnis, denn Innovation kann überall entstehen, ob mit einem Rahmen oder ohne Rahmen.

Herbert Jansky [00:17:48]:
Top. Danke dir. Wir haben eben über Agentic AI gesprochen. Sebastian. Du bist ja auch in deiner Rolle unterwegs und sprichst über Agentic AI. Was bedeutet es aus deiner Perspektive?

Sebastian Pitzler [00:18:04]:
Danke für diese Frage. Herbert Mir ist wichtig Für uns ist das Thema AI nicht nur ein Buzzword, sondern es ist quasi tief integriert in die Plattform und im täglichen Einsatz, nicht nur bei uns als BSI als Technologieanbieter, sondern insbesondere eben bei unseren Kunden für unsere Kunden. Agentic AI ist grundsätzlich erstmal eine Weiterentwicklung dieser, wie wir es kurz skizziert hatten, ersten künstlichen Intelligenz basierten Anwendungen dieser Large Language Models. Es gab erste LLMs, die genutzt werden konnten, um einfache Anfragen zu beantworten. Generativer KI etwas komplexere Anfragen. Agentic AI heißt am Hier kann mehrstufig, autonom, kann die KI Aufgaben übernehmen für unsere Kunden sozusagen. Deshalb sprechen wir bei unserer Agentic AI auch gerne von sogenannten Customer Agents und wir sind davon überzeugt, bei BSI Sales, Marketing und Service wird eins und am Ende schlägt Agentic AI genau dazu für die Brücke, nämlich über verschiedene sozusagen Fachbereiche und Silos hinweg Prozesse zu vereinheitlichen, Nein zu beschleunigen und zu vereinfachen. Agentic AI kann helfen, im Vertrieb und Service zum Beispiel an der Schnittstelle zum Kunden schnellere Antworten, qualitativ bessere Antworten auf den großen Datenmengen sozusagen Beispielsweise von Versicherungsproduktinformationen 24 mal 7 verfügbar.

Sebastian Pitzler [00:19:32]:
GenAI kann dabei helfen. Agentica kann dabei helfen, das Backoffice zu entlasten, Vertriebe und optimal auf Gespräche vorzubereiten, von einfacher Tätigkeit zu entlasten. Zeit für qualitativ anspruchsvollere Tätigkeiten zu schaffen. Wichtig eben hier. Agentic AI heißt für uns Multistep Agents mehrstufig auf verschiedenen Fachdomänen sozusagen. Es geht für uns sogar so weit, dass wir sagen, wenn heute von Customer Relationship Management, also CRM die Rede ist, gehen wir perspektivisch in diese Agent Economy, in eine Richtung Agentic Relationship Management. Ich fand das ganz spannend. Herbert Der Herbert Fromme hat in einer eurer letzten Folgen auch noch mal gesagt, er sieht den Trend, dass die Kunden eben ausgestattet sind mit KI Agenten, die ihnen helfen, Versicherungsangebote anzufordern und und und.

Sebastian Pitzler [00:20:25]:
War auch super. Und da sehen wir eben auch die Richtung hin. Agent AI heißt am Ende auch Agentec Relationship Management. Wie können wir hier unseren Kunden helfen, heute von Gen AI und Agentic AI zu profitieren, aber auch für die Zukunft aufgestellt zu sein, wenn demnächst Agent mit Agent redet oder das, was auch jetzt auf Protokollebene geschaffen wird, Agent to Agent Protokolle. Also das heißt, da ist eine Menge Bewegung drin und wir reden so viel von Jen AI, weil wir den echten Mehrwert sehen für die Kunden unserer Kunden sozusagen Customer Value und da investieren wir eine Menge, um das in die Anwendung zu bringen.

Herbert Jansky [00:21:04]:
Slobodan kannst du das aus Kundensicht auch bestätigen oder wie ist es bei euch.

Dominik Badarne [00:21:09]:
Ich kann es zu 100 Prozent bestätigen, weil die Kunden, und das hat Sebastian gerade schon angedeutet, die sind ja ohnehin heute schon bewaffnet mit KI. Das war ja auch so das berühmte Zitat von Herbert Fromme, wo es darum geht, dass sich die Kunden ohnehin heute auf diesen unterschiedlichen GPTs diese Welt auch schlau machen zu Versicherungsprodukten, zu unterschiedlichen Versicherern, zu Vor und Nachteilen von jeweiligen Produkten. Und ich glaube, dass wir als Versicherer auch dank solcher Lösungen wie vom BSI die Möglichkeit erhalten, selber den Kunden diese KI Tools auch anzubieten in Form von sogenannten Agenten, sodass wir auch, und da bin ich jetzt wieder bei meinem Zitat vorhin, auch die Kontrolle darüber haben, was denn eigentlich denn an Information zurückgespiegelt wird an den Kunden. Und ich glaube, das ist halt ein zentrales Element, das ganze Spiel auch zu beherrschen im Sinne, ich habe auf der einen Seite einen Agenten, den ich den Kunden anbiete, aber zeitgleich muss ich auch die entsprechenden Informationen verarbeiten, daraus lernen, in mein CRM System beispielsweise einbetten. Und auf der anderen Seite muss ich als Versicherer auch in der Lage sein, dieses Thema GEO zu verstehen, also Generative Engine Optimization, weil das ist ja genau der Aspekt, der heute extrem wichtig ist. Wenn man sich anschaut, wie viele Eingaben denn heute eigentlich in den GPTs dieser Welt vorgenommen. Werden zu Versicherungsthemen, zu Versicherungsfragen, dann stellt man einfach fest, das ist enorm, das wächst und wächst, weil häufig diese komplizierten Versicherungsprodukte nicht verstanden werden. Kunden laden irgendwelche Policen hoch, stellen Fragen zu ihrer Police, ist das und das versichert, weil sie keine Lust haben, sich durch 50 Seiten durchzuwühlen, um zu gucken, ob das Risiko oder das Schadenereignis gerade auch abgesichert ist.

Dominik Badarne [00:23:02]:
Und ich glaube, da liegt auch eine große Chance darin, sich entsprechend mit Know how zu integrieren, entsprechendes Know how auch irgendwie aufzubauen in den Unternehmen oder aber auch Tools zu nutzen, die einem dabei helfen, genau an der Stelle anzusetzen und genau diese Kundenbedürfnisse rechtzeitig zu erkennen und auch dann mit Hilfe von Agentic AI, aber auch mit Hilfe von GEO dann auch zu lösen, weil ich finde, das ist ein Aspekt, über den wir bis jetzt noch gar nicht gesprochen haben.

Herbert Jansky [00:23:34]:
Danke dir, das ist echt ein spannender Aspekt und das hast du jetzt eher auch beleuchtet aus deiner Rolle, die du bei HDI hast. Lass uns mal zufriedener wechseln. Und ich meine jetzt ich sie sehr lieb habe, nicht meine Tochter, sondern ich meine die Initiative Frieda, bei der du Vorstand bist. Ich bin ja nicht ganz unschuldig, dass du da auch mit dabei bist. Kannst du uns vielleicht ein bisschen abholen, was Frieda ist?

Dominik Badarne [00:24:01]:
Genau, ich versuche es sehr kurz zu halten. Frieda ist eine Community bzw. Ein Verein, bestehend aus unterschiedlichsten Akteuren aus der Finanzwelt. Das können Start ups sein, das sind Technologieanbieter, das sind Versicherer, das sind Fintechs, InsureTechs und sämtliche weitere Akteure, die irgendwie in dem Kontext Versicherung und Finanzen unterwegs sind. Und wir haben das Ziel, den offenen Datenaustausch zu fördern, indem wir Anwendungsfälle skizzieren, die aus einer Endkundensicht gedacht sind, um einen sicheren und innovativen Datenaustausch als Prototyp dem Markt aufzuzeigen, sodass es auch dann in der Breite genutzt werden kann. Klingt jetzt zwar sehr groß, aber am Ende des Tages, um es kurz zusammenzufassen, eine Community, die Anwendungsfälle für die Finanzwelt skizziert, die dann auch sehr schnell in der Praxis pilotiert werden, um einfach mal ein Gefühl dafür zu kriegen, ist es etwas, was der Kunde braucht oder ist es etwas, was sie dann verwerfen.

Herbert Jansky [00:25:09]:
Top, danke dir. Ist eine super Zusammenfassung. Und wie du es erklärt hast, Sebastian, ich muss gerade schmunzeln. Ich kann mich nämlich an den Anruf damals von Kollegen von Frieda erinnern, wie wir beide noch beim Interlab Germany waren und direkt gesagt haben, ja geil, so eine Initiative muss man unterstützen. Lass uns da auf jeden Fall auch mit unserem Netzwerk unterstützen und ich bin mega happy. Was die Jungs und Mädels da aus Frieda gemacht haben, ist wirklich Bombe. Aber Bobo, was genau, oder konkretisiere mal den Nutzen für Versicherer.

Dominik Badarne [00:25:48]:
Also aus der reinen Versicherersicht, die ich mir jetzt aufsetze, ich setze mir jetzt mal kurz den HDI Hut auf, ist es so, dass ich durch standardisierte Schnittstellen und durch diesen standardisierten Datenaustausch auf der einen Seite zunächst erstmal Kosten spare, weil ich kriege die Schnittstellen sehr schnell skaliert, weil wir über Standardschnittstellen sprechen. Auf der anderen Seite schaffe ich durch die Anwendungsfälle, die jetzt auch in der Frieda Community entwickelt werden, schaffe ich ganz viele Zugangspunkte zu dem Kunden. Das heißt, ich erhöhe meine Kundenkontaktpunkte mit Hilfe der Anwendungsfälle von Frieda. Das heißt konkretes Wir haben die carclaims API innerhalb der Frieda Community entwickelt und beispielsweise erhöht es mir heute aus der Versicherersicht so krass diese Kundenkontaktpunkte, die ich vorher gar nicht hatte. Das heißt, ich bin direkt auf dem Telefon des Kunden und kann ihn über Push Nachrichten informieren. Ich informiere ihn über die Aktualisierung seines Vertrages. Ich kann ihn darüber informieren, dass er Self Services nutzen kann. Das heißt, ich bin permanent sozusagen auf dem Endgerät des Kunden, ohne dass er irgendeine App installieren muss.

Dominik Badarne [00:27:06]:
Und ich glaube, das ist ein wesentlicher Aspekt. Es gibt keinen Medienbruch, ich brauche kein neues Medium, ich habe einfach nur mein Handy und von dem Zeitpunkt an kann ich halt jeden anderen Case starten. Aus einer anderen Sicht, um einen anderen Use Case kurz zu beleuchten, aus der Rhein Frieder Sicht haben wir für Vermittler auch einen Anwendungsfall geschaffen, wo es darum geht, relativ schnell das Thema Cyber Security anzusprechen, weil wir haben hier über Sicherheit gesprochen. Viele Unternehmen sind ja auch verpflichtet, mit Daten sicher umzugehen und aus der Vermittlersicht kann man das Thema Cyber Versicherung auch entsprechend adressieren, auch wenn man nicht der IT Nerd ist, sondern man kann mit Hilfe eines einfachen Domainchecks Wie sicher ist denn eigentlich die Domain eines Firmenkunden an der Stelle? Ich kriege sofort per Knopfdruck eine standardisierte Rückmeldung zu seinen offenen Ports, zu seinen Datenlecks im Darknet, zugeleakten Passwörtern und Ähnliches. Und das alles in einer strukturierten Form, die ich sofort auch als Nicht IT Nerd verstehen kann. Und genau das sind die Aspekte, die wir an der Stelle angehen, die wir für den Markt schaffen und wo ich der Meinung bin, dass das auch die Themen sind, die uns heute einfach beschäftigen.

Herbert Jansky [00:28:28]:
Sebastian jetzt ist ganz oft der Name Nerd gefallen. Da muss ich dich natürlich auch zu Wort kommen lassen. Nein, ich habe ja gespoilert. Du hast ja auch schon eine Historie und sicherlich eine Meinung zu Frieda. Magst auch konkrete Beispiele deine jetzige Sichtweise, was die Initiative für Versicherer bringt, reinbringen?

Sebastian Pitzler [00:28:47]:
Super gerne. Danke. Herbert und Slobodan, Du hast es schon kurz angedeutet. Herbert Wir haben ja Frieda sozusagen auch am Anfang mit auf den Weg gebracht oder begleitet in den Markt Wirkung zu entfalten und Relevanz zu entfalten. Vollkommen zu Recht. Übrigens, BSI unterstützt auch jetzt Frieda. Wir haben am letzten Frieda Day teilgenommen, wo wir über Use Cases und Perspektive dieser offenen Datenschnittstellen gesprochen haben. Und von daher auch der Blick von BSI Software auf Frieda ist natürlich, dass Frieda sehr bedeutende Grundlagen jetzt schafft, um agentische Systeme auch skalieren zu können.

Sebastian Pitzler [00:29:27]:
Am Ende sind Datenstandards und offene Schnittstellen der Treibstoff für agentische Systeme, dafür, dass eben Daten fließen, sauber verarbeitet werden können und am Ende dann auch eben solchen Customer Agents in Anführungszeichen wertvollen Treibstoff liefern, um noch bessere Arbeit erledigen zu können, noch mehr Effizienz zu stiften und Mehrwert im Daily Business. Also insofern wichtiger Treibstoff, wichtige Grundlage, um das zu skalieren und am Ende dann auch mit europäischen Standards. Wir hatten das Thema vorhin sicher und auch innovationsbereit aufzustellen sozusagen.

Herbert Jansky [00:30:07]:
Danke euch. Spannende Perspektiven. Wenn wir jetzt mal ein bisschen in die Zukunft schauen, was braucht Europa jetzt? Meines Erachtens sind wir im Moment nicht so aufgestellt, dass ich ein richtig gutes Gefühl habe, uns, ich habe eben China und Amerika erwähnt, um uns da Gut zu behaupten. GDV Chef hat letztes mal auf einer BaFin Veranstaltung die eine Hälfte entwickelt Hardware, die andere Hälfte entwickelt Software und wir entwickeln Datenschutzregularien. Fand ich ehrlich gesagt ganz cool. Was braucht Europa aus eurer Sicht?

Dominik Badarne [00:30:56]:
Also aus meiner Sicht braucht Europa Mut. Viel mehr Mut. Wir müssen viel mehr an unserem Mindset arbeiten, als wir es in der Vergangenheit getan haben. Ich glaube, wir müssen die Komfortzone, in der wir uns als Europäer befinden, verlassen und ruhig mutig sein, wenn es darum geht, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, neue Szenarien für den Markt zu entwickeln, wenn es darum geht, mit Daten umzugehen. Ich glaube, das ist das, was aus meiner Sicht fehlt und wo wir insbesondere auch die Menschen in Europa befähigen sollten und ermutigen sollten, ruhig mutiger zu sein mit ihren Geschäftsmodellen. Ich glaube, damit können wir auch durchaus die Dominanz der US-amerikanischen Unternehmen auch teilweise durchbrechen bzw. Irgendwie einen Anschluss finden. Ich habe einfach das Gefühl, dass wir den Anschluss verloren haben und wir müssen jetzt wirklich mit Mut wieder dahin kommen, um zu sagen, wir spielen schon noch eine Rolle in der Weltwirtschaft.

Dominik Badarne [00:32:02]:
Unsere Unternehmen spielen schon eine Rolle auf der Weltbühne oder zumindest auf der europäischen Bühne. Wir lassen uns nicht alles dann von den Amerikanern vorgeben, aber ich will auch gar nicht zu sehr auf Protektionismus eingehen oder irgendwie auf Abschirmen, sondern vielmehr geht es auch wirklich darum, unsere eigene Wirtschaft zu stärken.

Sebastian Pitzler [00:32:23]:
Ich bin voll bei Slobodan. Ich glaube, es braucht vor allen Dingen Mut. Es braucht auch mutige Investitionen in eigene Lösungen, von der Cloud Infrastruktur bis in die Anwendungsentwicklung. Und ich glaube, es braucht auch Awareness dafür, dass es in Europa durchaus schon Champions gibt, Tech Champions. Also es braucht beispielsweise mutige Investments wie bei der Schwarz Gruppe, Schwarz Digits, Stackit und Co. Wo deutsche Cloud Infrastruktur geschaffen wird. Es braucht vielleicht auch das Awareness, dass es einen Anbieter gibt wie BSI Software als Alternative zu amerikanischen Anbietern. Ein Anbieter, der seit 30 Jahren im Markt agiert, die Regulatorik beherrscht rauf und runter.

Sebastian Pitzler [00:33:01]:
Das ist Innovation made in Europe. Manchmal brauchen unsere europäischen Player, glaube ich, mehr Aufmerksamkeit und auch mutige Investments, um das, was erarbeitet wurde, sinnvoll für die Zukunft aufzustellen, um Europa eben wettbewerbsfähiger und innovativer zu machen.

Herbert Jansky [00:33:16]:
Jetzt sind wir schon fast am Ende und das waren schon echt schöne Schlusswörter und gleichzeitig gibt es ja immer die famous last words. Und insofern, was ist euer prägnantester Satz, den ihr gerne aus dem Podcast für euch mitnehmen wollt bzw. Unseren Zuhörern mitgeben wollt?

Sebastian Pitzler [00:33:35]:
Ja, ich habe einmal ein Zitat von Herbert Fromme aufgeschnappt auf einer anderen Veranstaltung, das du entscheidest, ob KI deine Kollegin wird oder deine Konkurrentin. Und ich glaube, wir müssen eben da KI umarmen. Und die Frage ist nicht, ob KI das eigene Geschäft verändert, sondern wie schnell. Ich glaube, damit muss man sich sehr bewusst auseinandersetzen und jetzt die richtigen Antworten finden.

Dominik Badarne [00:33:58]:
Aus meiner Sicht geht es darum, neue Wege zu gehen. Es geht darum, mutig zu sein. Es geht darum, den offenen Datenaustausch zu fördern. Es geht darum, die Kundenkontaktpunkte zu erhöhen durch diesen Datenaustausch, durch sinnvolle Tools, ob es jetzt Agentic AI Lösungen sind oder aber auch intelligente CRM Lösungen. All das gehört dazu. Denn am Ende des Tages müssen wir uns die Frage Was wollen wir denn eigentlich als Nation? Was wollen wir denn eigentlich als Europäische Union. Wir wollen wettbewerbsfähig bleiben. Wir wollen nach wie vor eine große wirtschaftliche Rolle spielen in der Welt und das funktioniert nur dann, wenn wir auch die heutigen Technologien umarmen und in unseren Alltag einbetten.

Dominik Badarne [00:34:49]:
Ansonsten sind wir weder hinten dran und noch stärker hinten dran, als wir es jetzt schon sind. Das ist das, was ich aus unseren letzten Minuten auch mitnehme, dass wir wirklich einfach zusammenhalten müssen als Union, als Nation und auch als Branche.

Herbert Jansky [00:35:09]:
Ja, vielen Dank an die interessanten Highlights, die ihr heute gegeben habt aus euren Perspektiven. Für mich einiges schon gehört und gleichzeitig so fokussiert zusammengebracht, dass die Verknüpfung auch da war. Fand ich richtig gut. Letztendlich nehme ich mit. Datensouveränität kann echt ein Wettbewerbsvorteil sein. Agentur AI ist eine Riesenchance für die Versicherungsbranche. Da tut sich auch noch sehr, sehr viel. CRM Systeme können jetzt auch neu gedacht werden von den Funktionalitäten, die sie mitbringen.

Herbert Jansky [00:35:43]:
Und wir brauchen Mut als Versicherungsbranche die Datensouveränität und auch sinnvoll zu nutzen. Wer den Mut nicht alleine hat, dafür gibt es dann Initiativen wie Frieda oder auch Interlab Germany, unseren Freunden, die hier auch zu erwähnen sind. Insofern ganz vielen Dank für die Insights hier. Slobodan und Sebastian. Vielleicht zum ganzen Abschluss von unserem heutigen Ihr seid eh fast omnipräsent und gleichzeitig, wenn unsere Zuhörer euch jetzt erreichen wollen, wie erreichen sie euch am besten?

Sebastian Pitzler [00:36:24]:
Du gerne über LinkedIn oder eben den persönlichen Kontakten, die ja vielseitig bestehen. Es geht nichts über ein persönliches Treffen. Eine Gelegenheit wäre auch die Insho Next im nächsten Jahr im Mai.

Herbert Jansky [00:36:36]:
What's next?

Sebastian Pitzler [00:36:38]:
Inshore Next, aber gerne auch vorher schon per LinkedIn und Co.

Dominik Badarne [00:36:42]:
Also ich mache es mal einem Kollegen oder meinem ehemaligen Chef nach, der hier auch mal zu Gast im Podcast war. Wenn ihr mich erreichen wollt, dann erreicht ihr mich Unter der Rufnummer 2 8 9 Das ist der schnellste Weg, um mich zu erreichen.

Herbert Jansky [00:37:02]:
Slobotan traumhaft. Und die Folge mit Wolfgang Hanssmann, die.

Dominik Badarne [00:37:06]:
Feiere ich noch immer, an die muss ich gerade denken.

Herbert Jansky [00:37:10]:
Ja, auf jeden Fall vielen Dank euch da draußen. Also vielen Dank an euch Zuhörer und Zuhörerinnen, Ne, das mache ich jetzt noch mal neu, weil Zuhörerinnen zuerst. Vielen Dank auch an euch da draußen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Seid gespannt auf die nächste Folge und lasst gerne eine Bewertung da. Bis zum nächsten Mal.