Insurance Monday: Digitalisierung & Versicherung

LKH und der Weg zur smarten Digitalisierung in der Krankenversicherung

Insurance Monday / Pavel Berkovitch Episode 119

In dieser spannenden Folge beschäftigen sich eure Hosts Dominik Badarne und Sebastian Langrehr mit der fortschreitenden Digitalisierung im Versicherungswesen, speziell in der privaten Krankenversicherung. Unser heutiger Gast, Pavel Berkovitch, Vorstandsmitglied der Landeskrankenhilfe (LKH), gewährt uns exklusive Einblicke in ein Unternehmen, das seit beinahe 100 Jahren erfolgreich in der Gesundheitsbranche tätig ist.

Die LKH hat sich in den letzten Jahren einem umfassenden Transformationsprozess unterzogen, um den Herausforderungen der modernen Versicherungswelt gerecht zu werden. Pavel Berkovitch teilt mit uns die strategischen Entscheidungen und praktischen Maßnahmen, die hierfür getroffen wurden. Ihr erfahrt, wie die LKH durch smarte Digitalisierung nicht nur die IT-Infrastruktur erneuert, sondern auch neue innovative Produkte eingeführt und ihre Vertriebs- sowie Servicekanäle optimiert hat. Pavel betont die Bedeutung der engen Verzahnung von Geschäftsstrategie und digitaler Transformation, die Implementierung von Kernsystemen und die kontinuierliche Anpassung an Marktgegebenheiten.

Darüber hinaus spricht Pavel über die kulturellen Herausforderungen einer solchen Transformation und die Wichtigkeit von Durchhaltevermögen und transparenter Kommunikation. Mit seiner sportlichen Metapher, dass ein Spiel durch Tore und nicht durch Ballbesitz gewonnen wird, verdeutlicht er, wie entscheidend sichtbare Erfolge auf diesem Weg sind.

Lasst euch diese Episode nicht entgehen und taucht ein in die Welt der LKH, um zu verstehen, wie smarte Digitalisierung in der Praxis aussieht und was andere Unternehmen daraus lernen können. Bleibt dran für tiefgehende Insights und konkrete Beispiele aus der Praxis!

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Dominik Badarne [00:00:00]:
Hallo und herzlich willkommen zum Insurance Monday Podcast, kleingedrucktes aus der Finanz- und Versicherungswelt. Dein Podcast mit spannenden Insights und exklusiven Gästen aus der traditionellen und digitalen Finanzwelt. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Aufnahme des Insurance Monday Podcasts. Heute sprechen wir in einer spannenden Folge über das Thema Digitalisierung im Versicherungswesen und zwar in der Krankenversicherung. Unser Gesprächspartner bringt fast 100 Jahre Erfahrung in den Thema Gesundheit mit. Na gut, jedenfalls das Unternehmen, über das er heute spricht. Und wir sprechen mit einem privaten Krankenversicherer, der im Jahr 1926 gegründet wurde, also schon einiges erlebt hat in seiner Firmengeschichte. Knapp 500 Mitarbeitende, mehr als 300.000 Versicherte, Hälfte voll PKV und Hälfte Zusatz, fast eine Milliarde an Prämieneinnahmen und mehr als acht Milliarden Billions sind über die Zeit so zusammengekommen.

Dominik Badarne [00:01:06]:
Wir sind uns sicher, nach der klugen Anfangsidee in einer komplett anderen Zeit vor 100 Jahren hat sich sicher einiges getan bei der LKH. Es lohnt sich also reinzuhören. Und darüber möchten wir heute mit einem besonderen Gast sprechen, der sich damit besonders gut auskennt, Pavel Berkovitsch, Vorstandsmitglied der LKH und verantwortlich für das Ressort Digitalisierung und Querschnittsthemen. Und damit herzlich willkommen, Pavel, zur heutigen Insurance Monday-Episode. Ich bin Dominik Badane und mit mir heute aus dem Insurance Monday Team dabei ist Sebastian Langrheer. Und jetzt zu dir lieber Pavel. Wir sprechen die nächste circa halbe Stunde und möchten dich und dein Unternehmen natürlich gerne besser kennenlernen. Insofern stell dich und deinen Werdegang Zum Start doch bitte einmal kurz vor.

Pavel Berkovitch [00:01:48]:
Ja, vielen Dank. Ich freue mich auch hier zu sein und auf den spannenden Austausch. Mein Name ist Pavel Bjerkovic, ich bin 42 Jahre alt, verheiratet, habe drei Kinder. Vom Werdegang bin ich Diplom-Authematiker und Aktor. Seit knapp 20 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Wenn man so will, ein Kind der Versicherungsbranche. Ich durfte in meinem beruflichen Werdegang unterschiedliche Häuser von der Größenordnung und Rechtsform in unterschiedlichen Fach- und Führungspositionen kennenlernen. Da war auch ein Aktienkonzern dabei, Da war ein kleiner Versicherungsverein, auch Gegenseitigkeit, eine kleine Aktiengesellschaft, auch von den Führungs- und Fachpositionen.

Pavel Berkovitch [00:02:38]:
Vor der LKH war ich auch im Vorstand einer kleineren Versicherungsgesellschaft. Bei der LKH selbst bin ich seit dem Jahr 2021 und seit dem Sommer 2022 darf ich das Ressort Digitalisierung und Querschnittsthemen verantworten. Bevor die Frage kommt, was sind eigentlich die Querschnittsthemen, nehme ich das mal vorweg. Das sind so Bereiche wie Betriebsorganisation, Risikomanagement und Productmanagement. Also eine spannende Kombination zwischen IT und Digitalisierung, die komplette Palette und auch die Versicherungsfachzähler.

Sebastian Langrehr [00:03:12]:
Super, danke. Schön, dass du bei uns bist. Wir wollen dich noch besser kennenlernen und dafür haben wir das Format unserer schnellen fünf. Das heißt, wir fragen kurz, du antwortest bitte kurz, musst dich also entscheiden. Bist du bereit? Kann losgehen. Jawohl. Sehr gut. Urlaub auf Mauritius oder in der Lüneburger Heide? Cool.

Pavel Berkovitch [00:03:34]:
Am Wochenende in der Lüneburger Heide, längerer Urlaub eher die Fernsehe, vielleicht wie Mauritius oder anderes, einfach andere Länder und Kulturen kennenzulernen.

Sebastian Langrehr [00:03:45]:
Okay, sehr gut. Nächste Frage. Veggie Bowl oder Ribeye Steak Medium Rare?

Pavel Berkovitch [00:03:50]:
Veggie Bowl wäre eindeutig gelogen. Ganz klar Ribeye Steak Medium und Veggie Bowl als Beilage.

Sebastian Langrehr [00:03:59]:
Jaja, jetzt die Frage an den Fast Lüneburger. Die Filmserie oder Fernsehserie Rote Rosen und Sportschau gucken oder doch eher YouTube und Insta scrollen?

Pavel Berkovitch [00:04:11]:
Auch spannende Mischung. Als ehemaliger Fußballer und sportbegeisterter auf jeden Fall Sportschau. Rote Rosen eher weniger, also dann die Competition, Sportstau und ab und zu soziale Medien wie Instagram zu unterscrollen.

Sebastian Langrehr [00:04:26]:
Okay, cool. Bist du eher der Typ, Informationen und Daten im Internet teilen oder doch lieber alles für sich behalten?

Pavel Berkovitch [00:04:34]:
Ganz klar Informationen und Daten teilen.

Sebastian Langrehr [00:04:37]:
Okay, dann denken wir noch mal an Versicherungen. Persönliche Beratung oder doch digital abgeschlossen, wenn du an deinen letzten Versicherungsvertrag denkst?

Pavel Berkovitch [00:04:48]:
Ich würde den Digitalabschluss mit Onlineberatung bevorzugen und natürlich für den Fall, wenn die Produkte komplexer sind, auch ist sicherlich persönliche Beratung sinnvoll.

Sebastian Langrehr [00:04:58]:
Okay, schauen wir mal und robben uns langsam vor, wie das dann wohl bei euch ist bei der LKH. Lass uns ins Thema starten und thematisch jetzt mal beginnen. Fangen wir an mit eurem Unternehmen, also der LKH mit Sitz in Lüneburg, wenn ich das richtig gesehen habe. Nur damit ihr auch die Fragen aus den schnellen fünf eben gerade besser einordnen könnt. Deshalb die Lüneburger Heide und die Roten Rosen. Hilf uns doch besser zu verstehen, wer die Landeskrankenhilfe ist.

Pavel Berkovitch [00:05:28]:
Ja, sehr gerne. Die Landeskrankenhilfe, wie schon auch gerade ausgeführt, abgekürzt die LKH, ist ein Versicherungsverein auf gegenseitigkeitsrichtige Weise, der uns jetzt in Lüneburg besitzt. Wir sind ein Monoleiter, das heißt wir sind spezialisiert auf private Krankenversicherung mit einem starken Vollversicherungsanteil in der privaten Krankenversicherung und einem schnell wachsenden Bestand an Krankenzusatzversicherung. Das heißt, die ganze Palette der privaten Krankenversicherung und seit Neuestem bieten wir auch die betriebliche Krankenversicherung an. Das Unternehmen besteht aus knapp 500 Kolleginnen und Kollegen, ausgewiesenen Expertise und Motivation, was auch unser Fund am Markt ist. Wir sind überregional vertreten und bedienen mehrere Vertriebskanäle mit starken Vertriebspartnern. Und insofern auch klarer Fokus auf elektronischen Datenaustausch und beschleunigende Zusammenarbeit. Das vielleicht so in aller Kürze zu der LKA.

Sebastian Langrehr [00:06:30]:
Okay, sehr gut. Rüber zu Dominik.

Dominik Badarne [00:06:32]:
Ja, sehr schön. Es hilft auf jeden Fall, euch einzusortieren in der großen Versicherungslandschaft. Aber gefühlt nimmt man euch viel stärker wahr. Wir haben es in der Intro schon gesagt, so Süden und Nord Verhältnisse. Ihr seid quasi omnipräsent, sei es auf der DKM, in der ASKOM Park und natürlich finally finally auch zu Gast im Insurance Money Podcast. Schön, dass es geklappt hat. Das folgt doch alles irgendwie nach dem Plan, hat man so das Gefühl. Insofern erzähl uns doch gerne mal über die Transformation, die die LKH momentan durchlebt.

Pavel Berkovitch [00:07:03]:
Ja, sehr gerne. Hier möchte ich auch gerne etwas ausholen und auch kurz erzählen, wo wir als LKH herkommen. Die LKH gehörte, sagen wir aus meiner Einschätzung, aber lange schon meiner Zeit, in den Nullerjahren zu den Top der privaten Krankenversicherer. Mit einem starken Bestand in der Vollversicherung, solide finanzielle Basis auch für die Mitglieder. Und anschließend wurde, so kann man es vielleicht auch sagen, nicht in dem nötigen Maße in die operative Infrastruktur und innovative Produkte investiert, sodass eine Zeit der Investitionsstau folgte. Und denen entgegenzuwirken, haben wir aus dem Vorstand heraus gemeinsam mit unseren Führungskräften und der gesamten Mannschaft im Jahr 2022 ein breit aufgesetztes Transformationsprogramm aufgelegt. Vielleicht auch kommt daher auch die Sichtbarkeit und die Wahrnehmung der LKH am Markt. Dieses Transformationsprogramm besteht aus vielerlei Themen und Aspekten.

Pavel Berkovitch [00:08:05]:
Da ist sozusagen solche strategischen Themen wie neue Marken auftreten. Das heißt der KH hatte früher beispielsweise im Logo ein Pferd. Jetzt haben wir eher modernere Farben und ein Logo auch ohne Pferd. Ich sage immer dazu, keine Sorge, mit Pferd geht es gut, aber jetzt nicht mit dem Inet-Logo vertreten. Darüber hinaus haben wir einige neue Produkte auf den Markt gebracht. Wir haben Vertriebskanäle gestärkt, Vertriebszugänge erweitert. Wir haben an dem Ausbau des Services gearbeitet und insbesondere auch dann haben wir die operative Basis in Form einer modernen IT-Infrastruktur geschaffen und auch schaffen wollen. So sind wir im Jahr 2020 gestartet.

Pavel Berkovitch [00:08:46]:
Unsere Stärke dabei ist, dass wir die Möglichkeit haben, dieses Transformationsprogramm aus einer Stärke der finanziellen oder aus einer soliden finanziellen Basis anzugehen. Das ist auch entsprechend unsere große Stärke. Und Unterstützung findet auch das Programm entsprechend auch in den Belegschafts von Kollegen und Kolleginnen, die auch diese Notwendigkeit für die Themen sehen und auch entsprechend aktiv unterstützen und mit begleiten.

Sebastian Langrehr [00:09:12]:
Cool. Kurze Nachfrage, wenn du sagst der Ausbau von Services, an was denkst du da? Ist das dann sozusagen Assistenz für Versicherte? Ist das das bessere Einreichen von Rechnungen oder ist das zum Beispiel der bessere Datentransfer mit euren Vertriebspartnern oder alles? Also hast du da ein paar Beispiele, was das bedeutet, wie man das dann spürt, wenn der Service ausgebaut wurde?

Pavel Berkovitch [00:09:35]:
Genau, da muss man Services auch schon weit unterscheiden. Genau das, was du sagst zwischen Endkunde und Vertriebspartner und das gehen wir gleichermaßen nach. Richtung Endkunde beispielsweise Thema wie Kundenportal oder weitere Self-Services, die man anbieten kann und auch entsprechend auch Datenaustausch und Datenqualität, aber auch Erreichbarkeit zwischen Vertriebspartnern oder zu den Vertriebspartnern.

Sebastian Langrehr [00:09:59]:
Cool. Ja, sehr gut. Und ja, insgesamt, wir sprechen ja viel über die Transformation an und für sich. In jedem Gespräch geht es in irgendeiner Weise darum, dass hier eine Transformation stattfindet im Rahmen der Digitalisierung, klar, aber dann eben auch kulturell. Und inwiefern ist denn der LKH-Weg, den ihr ja auch smarte Digitalisierung nennt, als Smart Instrutech kann ich da sehr viel mit verbinden, das ist schon mal gut, also ihr nennt das ja smarte Digitalisierung, inwiefern ist euer Weg jetzt besonders Und wie unterscheidet sich das zum Beispiel zu dem Transformationsweg von anderen Mitbewerbern, die ihr sicherlich auch mitverfolgt?

Pavel Berkovitch [00:10:39]:
Ja, war eine Frage. Wir haben uns bei der LKH für eine Digitalisierung aus dem Kern heraus entschieden. Was heißt das? Das Transformationsprogramm der GAH unterscheidet eine enge Verzahnung der Produktroadmap, des Serviceroadmap mit der Erneuerung der operativen Basis. Operative Basis ist Kernversicherungssysteme und IT-Infrastruktur. Das heißt, wir sind eben nicht den Weg der ausschließlichen Modernisierung der Fassade gegangen, die vielleicht auch andere Wettbewerber gehen, sondern tatsächlich eine Ende-zu-Ende-Betrachtung in der Lage der Strategie gemacht und möchte diese Digitalisierung aus dem Kern heraus als aber nachhaltige Stärkung unserer Basis in der EKH verankern und auch entsprechend auf dem Weg dahin strategische Erfolge erzielen. Und das unterscheidet oder versuchen wir es sozusagen von dem Markt zu unterscheiden, dass sie von vornherein auch den bewussten Umgang mit der Fertigungstiefe gegangen sind. Das heißt, wir setzen Standardssoftware ein, zutreten uns auch bei unseren Aufgaben auf die Themen der Differenzierung am Markt. Das bedeutet, da wo wir Differenzierungspunkte sehen, diese Punkte machen wir eher selbst.

Pavel Berkovitch [00:11:53]:
Wo wir keine Differenzierungspunkte sehen, lassen wir uns eher unterstützen.

Sebastian Langrehr [00:11:57]:
Ja Wahnsinn. Und wenn du das so erzählst, also das sind ja, ihr habt ja dann wirklich sozusagen einen tiefen Eingriff in IT und eben auch Kultur vorgenommen. Wenn ich das sonst so mit mit ähnlichen Beispielen aus dem Markt vergleiche, dann sind es meistens so laute Geschichten Erneuerung von Kernbanksystemen und was dann nicht alles nicht klappt oder was dann wie anstrengend war und dann geklappt hat. Bei dir hört sich das, bei euch hört sich das alles so fluffig an. Das muss doch auch wahnsinnig anstrengend gewesen sein, oder?

Pavel Berkovitch [00:12:27]:
Es ist ein Marathon, insofern ist es durchaus auch anstrengend, aber gleichzeitig auch sehr spannend, weil man auf dem Weg dahin auch durchaus auch sichtbare Erfolge sieht. Das geht nur, wenn man es gemeinsam anpackt und gemeinsam mit dem Team angeht. Und ja, die Team, die bei der IKH wir gerade angehen oder angegangen haben, sind sehr herausfordernd. Das ist nicht nur die digitale Transformation oder Erneuerung der Kernsysteme, sondern es ist die vollumfängliche Transformation mit Produkten, mit Services, mit Vertrieb, mit Technik und all das kann nur funktionieren oder kann nur erfolgreich sein, wenn diese Themen ineinander greifen und die richtigen ineinander übergehen.

Sebastian Langrehr [00:13:05]:
Ja super. Also hört sich sehr danach an, dass ihr da eben auch geschlossen auftretet. Insofern weiterhin da viel Erfolg und das führt mich auch zu der Frage, wo befindet ihr euch denn jetzt quasi jetzt gerade aktuell auf diesem Weg? Also gibt es da irgendwie ein Reifegradmodell, eine Roadmap? Wann seid ihr fertig, sodass wir zur Einweihungsparty kommen können? Beziehungsweise du als Sportler hast vielleicht noch eine andere Sprache, wie man das rüberbringen kann. Wie kann man sich das vorstellen? Wo steht ihr gerade?

Pavel Berkovitch [00:13:32]:
Wie bereits ausgeführt haben wir das Programm im Jahr 2022 gestartet, im Sommer 2022. Das heißt, bleiben wir wirklich beim sportlichen Vergleich, nehmen wir das Fußballspiel heran, dann würde ich sagen, dass jetzt gerade die zweite Halbzeit angebrochen ist. In der ersten Halbzeit ging es darum, eher die technologische Basis zu legen. Beispielsweise haben wir in der neuen Plattform die neue betriebliche Krankenversicherung mit einem neuen Produkt endzuhand imitiert. Darauf sind wir auch sehr stolz, weil das auch innerhalb eines Jahres erfolgt ist. Oder auch beispielsweise kürzlich haben wir den Leistungsprozess in eine Pflegepflichtversicherung eingeführt, also die erste echte Kernversicherungskomponent. Daneben ging es auch darum in ersten Halbzeit oder in ersten Phase des Programms dann auch die Verkaufsfähigkeit der LKH in Form eines modernen Point of Sales und Point of Service wiederherzustellen. Point of Sale, das sind so die Verkaufsstrecken, also Antragsstrecken, Depotfähigkeit, diese Themen haben wir uns dann vorgenommen, die Anbindungen, Point of Service, das sind die Themen, die ich eingangs ausgeführt habe, wir haben ein Kundenportal eingeführt, wir haben ein Vermittlerportal eingeführt, wir haben die App Erweiterung.

Pavel Berkovitch [00:14:51]:
Insofern das ist sozusagen die erste Phase. Die Roadmap geht noch gut zwei Jahre, wird auch von Unternehmensstrategie bis 2027 getragen. Die eine Einwanderungsparty wird es nicht geben, aber es gibt und werden viele Feste geben, zu denen ihr natürlich auch herzlich eingeladen seid.

Sebastian Langrehr [00:15:10]:
Noch besser.

Pavel Berkovitch [00:15:11]:
Genau. Insofern übrigens sind wir Namensgeber der Arena in der LKH, LKH Arena und Hauptsponsor der Volleyballmannschaft, wo auch Volleyball auf Champions-League-Niveau gespielt wird. Insofern seid auch da herzlich eingeladen. Dankeschön.

Dominik Badarne [00:15:28]:
Sehr schön, so viel Sport auf einer Stelle Kann man nur befürworten. Nochmal zurückkommen zu dem Transformationsprozess. Sebastian hat ja schon angesprochen, dass es ja durchaus Anstrengungen sind und das Ganze ja auch seinen Weg gehen muss, die Belegschaft da mitgenommen werden sollte und noch viele weitere spannende Aspekte. Wer sind denn da bei euch so die Know-how-Träger? Also setzt ihr da eher wirklich auf internes oder externes Fachwissen? Ein bisschen hast du ja schon gesagt, was Differenzierungsmerkmale angeht. Aber es sind ja nicht desto trotz auch große Entscheidungen und je nachdem für welchen Weg ihr da geht, Warum habt ihr euch dafür auch entschieden?

Pavel Berkovitch [00:16:04]:
Ja, als LKH gehen wir bewusst mit dem Thema Fertigungstiefe und Skills auch Wir haben das auch analysiert, haben für uns auch eine Marschrichtung eingeschlagen, auch die regelmäßig bewertet, anegestiert wird. Und wir haben vor allem zum Start, als wir das Programm gestartet haben, uns auch Transformationspartner, die am Markt etabliert sind, von extern geholt und auch entsprechend auch für eine Standardsoftware entschieden, anstatt der Weg einer Modernisierung. Und das passt auch ganz gut zu der Anfangsgröße der Mannschaft, insbesondere der IT-Mannschaft, auch gepaart mit den Marktgegebenheiten, die auch jedes Unternehmen, muss ich sagen, vor sich hat, nämlich die Fachkräfte, Mangel, Expertenmangel. Und es ist auch ein langer Weg der Transformation, entsprechend auch ein Prozess. Und jetzt nach und nach gehen wir dann den Weg, dass wir parallel an entscheidenden Stellen den Skill internalisieren und uns strategisch dort entsprechend aufstellen. Und gewisse Skills und Themen werden auch bewusst, aber auch extern gehalten. Das sind auch die Skills, wo die Wertschöpfung beispielsweise dann nicht so hoch ist. Insofern ist es so eine Aufbauphase der Skills und des Wissenstransfers.

Dominik Badarne [00:17:18]:
Ja, das macht ja auch total Sinn, vor allem mit der Größe, mit der Geschwindigkeit. Nichtsdestotrotz ein sehr ambitioniertes Ziel und wenn wir jetzt schon in der zweiten Halbzeit sind, dann seid ihr da auf jeden Fall auf einem sehr, sehr guten Weg und Stichwort sehr guter Weg, Der Herbert würde jetzt sagen, Buddha by the fish. Wir sind natürlich auch sehr, sehr neugierig und deswegen die Frage, gibt es denn schon erste konkrete Ergebnisse für die LKH, die so wirklich sichtbar sind oder ist es noch zu früh, trotz zweiter Halbzeit? Trotz zweiter Halbzeit?

Pavel Berkovitch [00:17:46]:
Ja, wir sind ja bereits oder gut zweieinhalb Jahre zugange und auch der Kern des Smarten Digitalisierung Strategie ist nämlich der, dass die Ergebnisse entlang der Geschäftsstrategie sichtbar werden. In der Tat gibt es eine Vielzahl von kleinen und größeren Themen. Ich würde vielleicht drei Punkte gerne einbringen. Eins, worauf wir auch sehr stolz sind, dass wir unser Produktportfolio erweitert haben, insbesondere mit der betrieblichen Krankenversicherung. Das hatte ich eingangs eingeführt. Es ist uns gelungen, in weniger als einem Jahr die betriebliche Krankenversicherung der LKH live zu setzen, mit innovativen Versicherungsprodukten und auf einer Plattform, die auf digitalen Datenaustausch ausgelegt ist. Das ist nur Punkt eins. Punkt zwei würde ich als Überschrift alles rund Stärkung von Vertriebszugang und Vertriebskanäle nennen.

Pavel Berkovitch [00:18:44]:
Das ist auch, sozusagen, wesentlicher Fokus der ersten Halbzeit gewesen. Da haben wir viel nachgeholt, eben unseren Marktzugang zu stärken, auch in Sachen BIPRO beispielsweise. Wir sind bei den führenden Vergleicher und Maklerpools gelistet, bauen auch diese Anbindungen sukzessive aus. Wir haben Vermittlerportale, beispielsweise hatte ich ja auch ausgeführt, live gesetzt, mit eben Funktionalitäten oder Funktionen, die dann auch digitale Einreichung ermöglichen, digitale Unterschrift ermöglichen, eine Online-Antragsstrecke für Zusatzprodukte, die dann der Kunde auch direkt abschließen kann. Also rundum quasi auch Vertriebszugang. Und der dritte Punkt, was ich auch noch einführen möchte, ist, ich würde es als Verbesserung der Kundenerfahrung anbringen. Das ist tatsächlich dann der Endkundensicht, nämlich dass wir unsere bestehende App, meine LKH App, die Funktionen, weitere Funktionen erweitert haben. Digitale Postbox, der Kunde kann auch den Kontaktkanal auswählen, ob er es per Brief oder digital kommunizieren möchte.

Pavel Berkovitch [00:19:55]:
Wir haben die digitale Zustellung der Dokumente und das Ganze haben wir dann quasi neben der App auch als moderner Kundenportal mit den gleichen Funktionalitäten eingeführt. Das ist quasi die Endkundesicht und die Vertriebspartnersicht ist dann auch ein moderner Vermittlerportal. Das sind so drei Themen in unserem Produktportfolio mit BKV, Stärkung der Vertriebskanäle und Zugänge und dann Verbesserung der Kundenerfahrung, die direkt auch schon in der ersten Phase des Programms sichtbar geworden sind.

Dominik Badarne [00:20:27]:
Was ja schon sehr konkrete und sehr vielfältige Ergebnisse sind. Zusatzfrage dazu. Gibt es denn schon Feedback, also sei es von Kunden oder jetzt auch den Vertriebspartnern, die das Ganze einsortieren, weil die Klaviatur ist ja schon sehr sehr vielfältig und so von außen betrachtet können wir jetzt quasi ein komplettes, nicht nur Rebranding, eine Restruktur, ist ja alles mit dabei, wenn du dazu sprechen kannst und magst.

Pavel Berkovitch [00:20:50]:
Ich kann da zum Beispiel auch für Produkte sprechen. Unsere Produkte bekommen gutes Feedback, die sind Rating-orientiert entwickelt, doch bekommen gute Rating-Ergebnisse und auch das kommt ja auch bei Vertriebspartnern gut an. Zum einen. Zum anderen auch, was auch gut geschätzt wird, ist die Möglichkeit des digitalen Datenaustauschs. Das ist auch, dass das jetzt auch problemlos zur Verfügung gestellt werden kann, wie vom folgenden Einsatz einmal bauen, mehrmals verwenden. Das heißt, wenn einmal die Schienenstelle aufgebaut ist, sind wir in der Lage, auch mit unserer Mannschaft entsprechend das zu skalieren, entsprechend auch die Vertriebspartner entsprechend schneller anzubinden, als es am Anfang der Fall ist. Insofern ist da nämlich durchaus auch positives Feedback am Markt wahr.

Dominik Badarne [00:21:35]:
Ja super, das motiviert natürlich dann auch nochmal ungemein, auch den Weg, den ihr eingeschlagen habt, noch weiter zu gehen. Und wir sprechen ja aus der Insurance Community und für die Insurance Community. Sind ja quasi in unserer Versicherungsbubble verhaftet. Insofern teilen wir auch gerne unsere Learnings, wenn es denn welche gibt. Und du hast ja schon viele spannende Sachen angesprochen. Insofern sind wir natürlich auch sehr interessiert. Was sind denn eure Learnings aus dem bisherigen Weg des Smarten Digitalisierung?

Pavel Berkovitch [00:22:03]:
Ja, auch hier würde ich gerne drei Punkte aufgreifen. Zum einen ist eine enge Verzahlung mit der Geschäftsstrategie ist für die digitale und IT Transformation sehr wichtig. Was meine ich damit? Man muss sich auch mal adaptieren und einen gewissen Akzent in der Strategie sich ändern und man muss sich auch manövrierfähig, wie es so schön heißt, bleiben. Das heißt, die digitale Strategie oder die digitale Transformation muss eben Hand in Hand mit der Geschäftsstrategie gehen und muss eng verstanden werden. Das ist Punkt 1. Punkt 2 ist eine digitale Transformation an sich, wobei es auch wieder sportlich und bildhaft darstellt, ist eher ein Marathon. Das heißt, da muss man frühzeitig Erfolge erzielen, aber auch in kleinen Schritten denken. Das heißt, diese digitalen Transformationen müssen frühzeitig sichtbare Ergebnisse zeigen, sei es in Quick Wins oder auch mal kleinere Rollouts und entlang des Weges immer wieder Ergebnisse punktiv setzen, auch die Mannschaft zu motivieren und auch zu zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Pavel Berkovitch [00:23:09]:
Das ist Punkt zwei. Punkt drei ist stilvoll softer, aber nicht weniger wichtig, das ist Durchhaltevermögen. Was meine ich damit? Es kommen auch Rückschläge. Wir reden über komplexe Zusammenhänge in der Kombination von Technik, Fachprozessen, Geschäftsstrategie, aber auch Kultur. Es kommen auch Rückschläge und man braucht auch ein Durchhaltevermögen. Und man darf den Glauben nicht verlieren. Und das passiert eben durch Change Management und Kommunikation. Man muss auch als Führungskraft, Führungsziel, das Transparente Kommunikation an den Tafeln legen.

Pavel Berkovitch [00:23:45]:
Man muss die betroffenen Kolleginnen und Kollegen immer mitnehmen, immer sagen, die Richtung auch vorgehen und entsprechend vorleben. Das wären so die drei Punkte, die man direkt einfangen würde, was man als Essence Learns bezeichnen würde.

Sebastian Langrehr [00:23:57]:
Ja cool, klingt auf jeden Fall auch sehr sympathisch. Also ich nehme euch das komplett ab. Das ist schon echt cool. Und ich habe eben auch so überlegt, bei frühzeitig Erfolge erzielen, da schwingt natürlich mit dieses fail fast, aber eben auch schon Motivation rauszuziehen, dass man eben Dinge sichtbar macht oder spürt, wo es Erleichterungen gibt oder man eben schon wahrgenommen wird, wie man in Zukunft wahrgenommen werden möchte. Und das hilft natürlich dann auch bei dem Durchhaltevermögen. Also coole Sache. Kommen wir zur nächsten Frage, denn da ist jetzt natürlich viel Vorarbeit geleistet. Ihr seid sozusagen mittendrin.

Sebastian Langrehr [00:24:33]:
Worauf wird denn der Fokus der nächsten Zeit liegen? Also zunächst mal viel Interesse an euch und eurem Unternehmen durch unsere gemeinsame Aufnahme hier. Schon klar, das wird natürlich stark verfolgt. Aber wenn das Jahr mal wieder so richtig gestartet ist, worauf liegt dann der Fokus bei euch?

Pavel Berkovitch [00:24:54]:
In der zweiten Halbzeit werden wir uns dann auf die Kernsysteme und Kernprozesse konzentrieren, weitere Effizienzhebel und Unterstützung für die Organisation anzugehen. Das heißt, wir werden jetzt an die Migration der Bestände beispielsweise herangehen, sprich Vertragsbearbeitung oder Leistungsbearbeitung in der Krankenversicherung. Wir werden an die Provisionsmigration gehen als differenzierender Faktor in der Zusammenarbeit mit den Vertriebs- und Geschäftspartnern. Bei all diesen Themen, das ist ja quasi die Kernthemen einer Versicherung, Da gehen wir auch an den Kern der Organisation ran. Sie müssen auch mit sehr viel Geschick bei der Ablösung dieser Prozessverbesserung erzielen und entsprechend auch wieder mal wieder die Verzahnung zwischen Fachlichkeit und IT-Systemen hinbekommen. Das ist sozusagen unser Agenda dann für die nächste Zeit.

Sebastian Langrehr [00:25:46]:
Ja super, Wir kommen schon fast an das Ende unserer heutigen Folge, aber wir wollen nicht abschließen, noch ein bisschen was über dich zu erfahren. Also, viele kennen das schon in der Kategorie, was sind deine famous last words, beziehungsweise was sind so die Killer-Phrasen aus Vertrieb und Transformation, die dich nerven oder die dich begleiten? Also in der Kategorie, das haben wir schon immer so gemacht oder viel hilft viel weniger ist manchmal mehr. Du kennst das. Es darf gerne sarkastisch oder trombergäst sein, Aber was sind deine famous last words?

Pavel Berkovitch [00:26:19]:
Auch auf die Gefahr, dass ich jetzt Frasenschwein aus dem Sport eins zahle, würde ich folgenden Spruch oder Satz auch sagen. Ein Spiel gewinnt man durch Tore und nicht durch Ballbesitz. Das bedeutet, die entscheidenden Tore in der Transformation machen unseren Erfolg als LKH aus. Und dafür haben wir auch die richtige Mannschaft an Bord.

Sebastian Langrehr [00:26:40]:
Okay, sehr schön. Dominik?

Dominik Badarne [00:26:43]:
Treffender hat man es nicht formulieren können, Pavel. Insofern auch da eine schöne metaphorische Analogie. Ja, ich glaube, wir und unsere Zuhörerinnen und Zuhörer konnten ein sehr gutes Bild von der LKH bekommen. Viele spannende Projekte und Sebastian hat schon gesagt, ich finde auch sehr konkret, sehr sympathisch, sehr rational, aber trotzdem auch euphorisch genug, den Blick in die Zukunft zu haben und auch da die ganze Belegschaft mitzunehmen. Also insofern ein sehr, sehr rundes Bild, was du uns heute mitgegeben hast. Herzlichen Dank dafür. Meine letzte Frage an dich wäre für all diejenigen, die sagen, Mensch, Pavel, Das war so sympathisch. LKH auch ein toller Verein und Versicherungsgesellschaft.

Dominik Badarne [00:27:20]:
Von lauter Fußball-Analogien bin ich schon im Verein gelandet. Wo und wie finden denn unsere Zuhörerinnen und Zuhörer dich, wenn sie sich mit dir denn austauschen möchten?

Pavel Berkovitch [00:27:28]:
Ja, ich bin auf den gegnerischen sozialen Medien präsent. In der Links-Sicht auch auf LinkedIn aktiv. Da kann man sich mit mir vernetzen und austauschen. Ansonsten ist auch die LKH in den sozialen Medien gut aktiv vertreten. Da berichten wir auch über LinkedIn, Instagram, Facebook auf unseren Fortschritt der Transformation. Insofern würde ich mich freuen, wenn das Gespräch auch Interesse geweckt hat und wir einen anderen Follower mehr und dass wir auch einen Austausch und Erfahrungsaustausch bekommen.

Dominik Badarne [00:27:57]:
Definitiv und damit der Weg zu euch noch kürzer ist, packen wir das auch alles in die Show Notes, dann habt ihr da gleich den Zugang zu Pavel und der LKH. Sehr schön, vielen Dank für die interessanten Insights, natürlich auch an Sebastian für die spannenden Fragen, an alle Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen fürs Dabeisein. Seid gespannt auf die nächsten Folgen, lasst uns gerne eine Bewertung da und wie immer macht's gut und bis zum nächsten Mal. Dankeschön.

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